Na, wer fühlt sich bei dem Titel des Heftes an etwas erinnert? 😉
Abgesehen davon:
Hoffentlich gesund und munter und auf jeden Fall wieder bunter … ins neue Jahr!
😉
Abgesehen davon:
Hoffentlich gesund und munter und auf jeden Fall wieder bunter … ins neue Jahr!
😉
Allein der Titel klingt doch nun wirklich nach einer richtig guten Neujahrslektüre, leicht angekatert und mit einer langen Nacht im Rücken, auf dem Sofa den Tag absichtsvoll vorbeiziehen lassend.
Eigentlich soll ja die Zeit zwischen den Jahren diejenige sein, die zwischen Vergangenheit und Zukunft hängend zum Verweilen und Innehalten einlädt. Bei mir hat das noch nie funktioniert. Die Weihnachtsfeiertage wollen verdaut werden, Silvester muss vorbereitet werden – alles viel zu hektisch. Neujahr dagegen ist wirklich ein Tag dazwischen. Die Feierlichkeiten sind erledigt; es bleibt noch Zeit, bis der Alltag wieder zuschlägt …
So viel zur Stimmung, die mir ganz gut zu diesem Buch zu passen scheint und das so viele Menschen in meinem Umfeld, auf deren Meinung ich sehr viel gebe, schon in höchsten Tönen gelobt haben. Wohlan, was trinken wir? 😊
„Drei Freundinnen, ein Küchentisch, vor den Fenstern die Nacht: Annett Gröschner, Peggy Mädler und Wenke Seemann reden. Über sich als ‚Ostfrauen‘, was auch immer diese Schublade bedeutet, über das Glück krummer Lebensläufe, über die Gegenwart mit ihrer sich ständig reindrängelnden Vergangenheit. Es wird getrunken, gelacht und gerungen, es geht um Erinnerungsfetzen und Widersprüche, um die Vielschichtigkeit von Prägungen und um mit den Jahren fremd gewordene Ideale. Im japanischen Volksglauben gibt es Geister, die aus achtlos weggeworfenen Dingen geboren werden – ‚wie sähe der Dinggeist der DDR aus?‘, fragen die drei. Ihr Buch ist dem Erinnern und dem Sich-neu-Erfinden gegenüber so gewitzt und warmherzig, wie es jede große Gesellschaftsdiskussion verdient.
ANNETT GRÖSCHNER, geboren 1964 in Magdeburg, lebt als Schriftstellerin in Berlin
PEGGY MÄDLER, geboren 1976 in Dresden, lebt in Berlin und ist Autorin und Dramaturgin
WENKE SEEMANN, geboren
1978 in Rostock, lebt seit 2000 in Berlin und ist freie Künstlerin und
Sozialwissenschaftlerin“(Verlagstext)