Mittwoch, 29. April 2026

David Schraven: Die CORRECTIV Story


„CORRECTIV ist das erste gemeinnützige Recherchezentrum in Deutschland. Doch was macht das Medienhaus so besonders?

Warum ist es gerade im Ruhrgebiet entstanden? Warum passt es in keine Schublade? Wieso verbindet CORRECTIV Journalismus mit Medienbildung, mit Kunst und Jugendarbeit? Was treibt die Menschen hinter CORRECTIV an? Warum ist es so wichtig, dass jeder Journalist sein kann?

David Schraven, Gründer und Publisher von CORRECTIV, erzählt seine Geschichte.“ (Umschlagtext)

Zur #lbm26 gehörte wieder einmal ein Besuch am Stand von #correctiv 😉

Die Idee von Bürgerjournalismus und einer redaktionellen Gesellschaft finde ich immer noch ziemlich spannend. Vor allem da der durch Social Media gestützte Aufstieg von AfD und Co den Mangel an Medienkompetenz so offensichtlich werden lässt. Und nein, das ist natürlich nicht die einzige oder die ganze Antwort – könnte aber sicher einen wesentlichen Teil beitragen.

Also freue mich auf mehr Hintergrund zu dem Medienhaus und den Menschen dahinter.

„David Schraven hat den wichtigsten Satz seines Lebens als Kind von seiner Mutter gehört: ‚Wir haben die Grenzen der Welt nicht gesetzt. Warum sollen wir sie halten?‘ Was zwingt uns dazu, Journalismus nur als Zeilenschreiben zu verstehen, als Formatfüllen im Fernsehen? Nicht. Wir können Grenzen überwinden und alles erreichen, wenn wir nur den Mut dazu haben. Schraven ist Gründer von CORRECTIV und leitet das Recherchezentrum als Publisher. Er wurde für seine Arbeit vielfach ausgezeichnet und lebt mit seiner Familie in Bottrop. David geht gern angeln.“ (Klappentext)

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Sonntag, 26. April 2026

Devika Rege: Die rastlosen Jahre


„Mumbai, nach einer historischen Wahl. Drei junge Menschen, drei Lebensentwürfe, ein Land im Umbruch: Naren kehrt nach mehreren Jahren an der Wall Street nach Indien zurück, begleitet von Amanda, einer Amerikanerin, die in einem Slum für eine NGO arbeitet. Rohit, Narens Bruder, gerät in den Sog des erstarkenden Hindu-Nationalismus, der das Land zunehmend prägt. Während alle drei versuchen, das neue Indien zu begreifen und ihren Platz darin zu finden, verdichten sich die gesellschaftlichen Spannungen, bis sie sich in einer ekstatischen Festnacht, in der ganz Mumbai auf den Straßen ist, offen Bahn brechen.

‚Die rastlosen Jahre‘ entwirft das vielstimmige Panorama einer Nation auf der Schwelle zu einem neuen Zeitalter und erzählt mit weitem Blick von den Konflikten unserer Gegenwart.“ (Umschlagtext)

#lbm26 und kein Ende der Mitbringselliste? Nee, noch nicht. 😊

Ich kann mich noch gut an mein erstes Buch erinnern, den ich je aus dem #Culturbooks Verlag gelesen habe. Es war ein indonesischer Roman, der mich richtig umgehauen hat. Die Beschreibung dieses Bandes lässt mich auf ein ähnlich eindrückliches Leseerlebnis hoffen. 😊

Was mich sofort kriegt, ist, dass wir so oft vergessen, dass auch andere Teile der Welt in der gleichen Zeit leben wie wir selbst. Und obwohl es dank Digitalisierung und Globalisierung so vieles gibt, was uns verbindet, was sich in unserem Alltag wahrscheinlich ähnelt, schon wir dennoch so weit voneinander entfernt. Wie gut, dass es Literatur gibt und Verlage, die diese Entfernungen zu überbrücken suchen!

„Naren, Amanda und Rohit gehören zu einer Generation, die mit globalen Versprechen aufgewachsen ist – und nun erlebt, wie brüchig sie geworden sind. Freundschaft und Begehren bringen sie einander näher und stellen sie zugleich vor die Frage, wie man leben soll in einer Zeit politischer Polarisierung und moralischer Unsicherheit.

‚Die rastlosen Jahre‘ verwebt diese Lebenswege elegant zu einem dichten gesellschaftlichen Gefüge und zeigt ein Indien unter dem Druck wirtschaftlicher Gegensätze und der wachsenden Anziehungskraft nationalistischer Überzeugungen. Was die Figuren verbindet und trennt, ist zutiefst persönlich – und unauflöslich mit den politischen Kräften ihrer Gegenwart verknüpft.

Der Roman erzählt vom Wunsch nach Zugehörigkeit und von Macht und Entfremdung in einem historischen Moment, in dem demokratische Gewissheiten weltweit ins Wanken geraten.“ (Klappentext)

(Übersetzung: Barbara und Stefan Weidle)

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Donnerstag, 23. April 2026

Claudia Hamm (Hrsg.): Gott spielen. Wie Chatbots und KI Sprache, Denken und Handeln automatisieren


„2026: Privatpersonen, Unternehmen, Institutionen, Behörden und Militär setzen längst generative Künstliche Intelligenz ein. Gleichwohl bleiben Grundsatzfragen unbeantwortet.

Welche Auswirkungen hat die Automatisierung von Sprache auf uns, die Literatur und Kultur, auf die Gesellschaft, das Klima und auf politische Systeme? Wie verändert sich die Welt, wenn wir Gedanken und Gefühle nicht mehr selbst verantworten, sondern durch Algorithmen errechnen lassen, die schon heute von Plattformmonopolen manipuliert werden? Was kosten und nützen uns die transhumanistischen Ideologien der Tech-Industrie, welches Menschenbild wird dabei vertreten, wo bleiben Menschenrechte und -würde in diesem ‚größten Diebstahl der Geschichte‘, wo Nachhaltigkeit und Demokratie?

Gott spielen geht den Herausforderungen und Gefahren von generativer KI und Chatbots nach und zeigt, warum gerade im Zeitalter der Algorithmen menschliche Kreativität und Entscheidungsfreiheit unersetzbar bleiben – und was wir tun können, um diese zu schützen.

Mit Beiträgen von: Emmanuel Carrère, Isabel Fargo Cole, Nina George, Johann Wolfgang von Goethe und DeepL, Claudia Hamm, Christian Heck, Annette Hug, Peter G. Kirchschläger, Vincent Lewerenz, Bernhard Malkmus, Gary Marcus, Hans-Joachim Neubauer, Mophat Okinyi, Wolfgang Palaver, Bernhard Pörksen, Monika Rinck, Michael Seemann, Anette Selg, Christian Uetz, Elizabeth Weil und Joseph Weizenbaum.“ (Umschlagtext)

Mitbringsel von der #lbm26 – das Nächste. 😉

Bei einer Podiumsdiskussion, in der es um den Einsatz von KI bei Übersetzungen (hier bei Mangas) ging, gab es diesen Lesetipp. Aber hallo, da waren der MM und ich doch gleich dabei. 😊

In der Indiehalle (Halle 5) fanden wir schnell den passenden Messestand und konnten mit den beiden Vertreterinnen des Verlags noch ein interessantes Gespräch führen. Das Verlagsprogramm schaut außerdem ganz vielversprechend aus – auch wenn wir uns ausnahmsweise mal mit einem Buchkauf zufriedengegeben haben.

Jenseits von Industrie, Verwaltungen oder auch Social Media ist in der Kreativbranche immer mehr Geraune und Verunsicherung über das, was KI wohl kann, und was in der Folge den Kreativen selbst möglicherweise droht: Ersetzung durch KI. Wirklich Ahnung oder eine Vorstellung davon habe ich bis heute nicht so richtig – also endlich mal etwas dazu lesen und hoffentlich schlauer werden. 😊

#lesefrühling #sachbuch #claudiahamm #dittrichverlag #gesellschaft #debatte #ki #chatbot #sprache #demokratie #polbil #trainerlife #indiebook #lesen #leselust #leseratte #bücher

Samstag, 18. April 2026

Lisa-Viktoria Niederberger: Lahea


„Zwischen visionären Inselgemeinschaften und den alten Wunden unserer Welt erzählt dieser Roman vom Versuch, ein neues, solidarisches Miteinander zu formen, doch im Verborgenen regen sich Kräfte, die daran rütteln.

Wie weit wird Lahea gehen, um Ebria in die Zukunft zu führen?“ (Umschlagtext)

Noch so eine Entdeckung und ein Mitbringsel von der #lbm26 😉

Den Otto Müller Verlag aus Salzburg hatte ich ja bisher so gar nicht auf dem Schirm, freue mich aber umso mehr um diese Entdeckung in Leipzig. Yieppieh!

Irgendwie lande ich seit einer Weile ja tatsächlich immer wieder bei in der Zukunft angesiedelten Geschichten, mal mehr, mal weniger dicht am Heute. Jenseits der klassischen Stories, die sich um technische Möglichkeiten drehen, und was sie für die Menschheit bedeuten, fallen mir immer häufiger auch Geschichten in die Hände, die gesellschaftliche Entwicklungen durchspielen.

Die Möglichkeit menschlichen Zusammenlebens alternativ zu altbekannten Machtstrukturen, Rollenbildern und gesellschaftlichen Selbstverständnisses wird hier immer wieder gerade auch im Licht aktueller Debatten ausgelotet. Das ist spannend und anregend – und gilt hoffentlich auch für diesen Roman. 😉

‘LAHEA‘ von Lisa-Viktoria Niederberger ist ein visionärer Inselroman über Macht, Gemeinschaft und das Miteinander von Morgen!
Ebria ist eine Insel – fern unserer Zeit und doch erschreckend nah. Als ein toter Wal, begraben unter Plastikmüll, an die Küste von Ipane gespült wird, nehmen sich die Bewohner:innen nur, was sie brauchen – nie mehr, als ihnen zusteht. Sie leben im Gleichgewicht mit der Natur und in einer Gesellschaft, die Gier und Herrschaft hinter sich gelassen hat, wohlwissend, wie fragil dieses Gleichgewicht ist.
Lahea, Tochter der Dorfvorsteherin, soll bald selbst dieses Amt übernehmen. Wie es das Abkommen verlangt, verlässt sie ihr Zuhause, ihre Tochter und ihre beiden Partner und bricht zu einer Reise über Ebria auf. Was als Erkundung beginnt, wird schnell zur Konfrontation: mit verdrängten Wahrheiten, mit Rissen im Fundament des Miteinanders und mit einem Übergriff, der sie an die Grenzen von Macht und Ohnmacht bringt. Denn tief in den Höhlen wächst eine Bewegung, die alles infrage stellt, wofür Ebria steht. Als Lahea deren Spuren folgt, gerät sie in einen Sog aus Verrat, Rebellion und gefährlicher Sehnsucht nach alter Macht. Sie muss entscheiden, wie viel sie zu riskieren bereit ist: für Freiheit, für Gemeinschaft und für sich selbst.
Mit eindringlicher Sprache erzählt Lisa-Viktoria Niederberger in ihrem Romandebüt ‚LAHEA‘ von einer Welt zwischen archaischem Tun und fortschrittlicher Vision, von einer Gesellschaft zwischen Fürsorge und Verrat – und davon, wie weit eine Gemeinschaft gehen darf, wenn sie der Gewalt standhalten will, ohne selbst gewalttätig zu werden.“ (Verlagstext)

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Freitag, 17. April 2026

Klaus Lederer: Queerpolitik im Handgemenge. Ein Blick zurück, ein Blick nach vorne


„‘Politik ist die Antwort auf die Frage: Wer isoliert wen? Für mich hieße das, alle Kraft gemeinsam darauf zu richten, Erkämpftes zu verteidigen und in existierenden Widersprüchen die Hebelpunkte und die Spielräume für Verbesserungen zu suchen. Sehnsucht nach Vereinfachung ist verständlich, aber sie verstellt den Blick darauf, die konkreten räumlich-zeitlichen Bedingungen unseres Handelns, unserer Kämpfe zu reflektieren. Die politische Rechte ist darin sehr geschickt; sie hat unseren Gramsci gelesen. Blicke ich zurück, konnten wir dort erfolgreich sein, wo sich queerer Aktivismus und politische Repräsentation positiv aufeinander bezogen, besser noch, Brücken in andere Milieus und Gruppen gebaut wurden.‘“ (Umschlagtext)

Zur #lbm gehört auf jeden Fall auch immer ein Besuch beim #querverlag – natürlich auch in diesem Jahr. 😉

Und siehe da, in der Essay-Reihe „in*sight/out*write“ ist jüngst dieser Band erschienen. Wie so oft dieser Tage geht es letztlich um so Vieles, was wir in den letzten Jahren, Jahrzehnten für selbstverständlich erreicht hielten und nun als angreifbar erleben. Ich bin gespannt auf diesen Blick auf Queerpolitik.

„‘Queerness‘ steht im Zentrum erbbitterter Kulturkämpfe. So hat es nach Jahrzehnten großer Erfolge manchmal den Anschein, als wären wir auf uns selbst zurückgeworfen. Was bedeutet unter diesen Bedingungen ‚Queerpolitik‘, was kann und sollte sie leisten? Wo findet sie statt? Und für wen und mit wem muss sie kämpfen? In diesem Essay schaut Klaus Lederer erst zurück, doch es geht auch darum, anhand des Wegs der vergangenen drei Jahrzehnte einen entschlossenen Blick nach vorne zu werfen.“ (Klappentext)

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Dienstag, 14. April 2026

Amanda Lee Koe: Sister Snake

 

„Emerald lebt in New York, folgt ihren Launen und schlägt sich mit Charme durchs Leben. Ihre Schwester Su dagegen führt in Singapur ein luxuriöses, kontrolliertes Dasein als Ehefrau eines hochrangigen Politikers. Die beiden verbindet ein uraltes Geheimnis: Lange bevor sie Menschen wurden, waren sie Schlangen im China der Tang-Dynastie.

Als Emerald in Gefahr gerät, holt Su sie nach Singapur. Doch Emeralds ungezähmte Art, zu leben und zu lieben, passt nicht in eine so streng geregelte Gesellschaft. Die Gefahr, entdeckt zu werden, wächst.

‚Sister Snake‘ ist eine düster-komische, queere Neuerzählung der Legende von der weißen Schlange – ein Roman über Schwesternschaft, Anpassung und die Frage, welchen Preis die Freiheit hat.“ (Umschlagtext)

Und noch was von der #lbm26 😉

Weil ich da literarisch gerade unterwegs war, fällt mir natürlich gleich eine Parallele zu Rebecca F. Kuang ins Auge, was die Mischung von Gegenwart, Fantasy und gesellschaftskritischen Fragen angeht – auch wenn Singapur als Ort der Handlung natürlich weitaus weniger mainstreamig daherkommt als Oxford zum Beispiel.

Ich bin also mal wieder bei einem meiner All-time-Favourites der unabhängigen Verlage fündig geworden. 😉 Und ehrlich, das ist schon auch ein Hingucker, was die Gestaltung angeht. Ich sach ma: Farbschnitt olé! 😉 Keinen Zweifel habe ich, dass die Übersetzung der Verlagschefin mich spielend kriegen wird. Word!

„Seit Jahrhunderten verbindet Su und Emerald ein Geheimnis, auch wenn sie sich immer wieder aus den Augen verlieren. Einst waren sie Schlangen, heute leben sie in menschlicher Gestalt, zwischen Anpassung und Verwandlung, und könnten unterschiedlicher kaum sein.

Su hat sich in Singapur ein Leben in strenger Ordnung und Kontrolle aufgebaut. Als Ehefrau eines hochrangigen Politikers hat sie gelernt, ihre wahre Natur zu verbergen. Emerald dagegen lebt in New York in den Tag hinein und verweigert sich jeder Form von Festlegung.

Als Emerald in eine gewaltsame Situation gerät, bringt Su sie nach Singapur, in einen nach außen makellosem Staat, unter dessen Oberfläche jedoch unterschiedliche Formen von Freiheit existieren. Doch mit Emerald kehren auch Kräfte zurück, die Su viele Jahre unterdrückt hat.

Zwischen den Schwestern verschärft sich ein lange schwelender Konflikt. Alte Instinkte brechen auf, und immer drängender wird die Frage, welche Formen von Familie tragen – und welchen Preis es hat, sich selbst treu zu bleiben.“ (Klappentext)

(Übersetzung: Zoë Beck)

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Montag, 6. April 2026

Michael Butter: Die Alarmierten. Was Verschwörungstheorien anrichten


„Verschwörungstheorien sind oft Symptome für tieferliegende Ursachen. Begreift man sie pauschal als Bedrohung für die Demokratie, gerät aus dem Blick, was viel eher geeignet und nötig wäre, um unser politisches System zu stärken. Man adressiert die Folgen, statt die Ursachen zu behandeln.“ (Umschlagtext)

Und zurück zum Stapel mit den Mitbringseln von der #lbm26 😉

Schon den Band „Nichts ist, wie es scheint“ zum Thema Verschwörungstheorien von Michael Butter fand ich sehr hilfreich beim Verstehen und Sortieren. So wenig das Phänomen neu ist, sorgen doch gerade die sozialen Medien für eine sehr viel größere Verbreitung und Relevanz dessen, was sonst eher seltener so öffentlich sichtbar war.

Wie lässt sich aber die Welt noch verstehen, wenn so viel im Durcheinander von Fake News, Desinformation und abstrusen Erklärungen, die keine sind? Dass dies das Fundament demokratisch verfasster Gesellschaften direkt betrifft, weil es die Grundlagen von gesellschaftlicher Kommunikation in Frage stellt und unterminiert, ist inzwischen offensichtlich. Was können wir aber tun, wie umgehen mit denen, die aus lauter Verunsicherung gar nichts mehr glauben und niemandem mehr vertrauen wollen? Auf die Lektüre bin ich einmal mehr gespannt.

„Spätestens seit der Coronapandemie sind Verschwörungstheorien ein Signum unserer Zeit. Je komplexer unsere Welt wird, desto mehr Menschen scheinen für ihre erklärenden Sinnangebote empfänglich. Elon Musk, der reichste Mensch der Welt, hat ein ganzes soziales Netzwerk in eine Schleuder für konspirationistische Erzählungen verwandelt. Donald Trump, der mächtigste Mensch der Welt, amtiert als conspiracy theorist in chief im Weißen Haus.
Michael Butter, Bestsellerautor und einer der renommiertesten Experten für das Thema, präsentiert die Ergebnisse seiner jahrelangen Forschung. So groß die Gefahr auch ist: Eine freie und demokratische Gesellschaft darf sich nicht von der Angst vor Verschwörungstheorien beherrschen lassen und in Alarmismus verfallen. Wie Populismus sind auch sie eine Reaktion auf eine empfundene oder befürchtete Exklusion. Wer sie bekämpfen will, sollte andere nicht einfach als Schwurbler oder Leichtgläubige hinstellen. Vielmehr gilt es, die gesellschaftlichen Ursachen zu bekämpfen. Inklusion und Teilhabe, so Butter, stellen den wirksamsten Schutz gegen Hetze und Unwahrheiten dar.“ (Klappentext)

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