„Verschwörungstheorien sind oft Symptome für tieferliegende Ursachen. Begreift man sie pauschal als Bedrohung für die Demokratie, gerät aus dem Blick, was viel eher geeignet und nötig wäre, um unser politisches System zu stärken. Man adressiert die Folgen, statt die Ursachen zu behandeln.“ (Umschlagtext)
Und zurück zum Stapel mit den Mitbringseln von der #lbm26 😉
Schon den Band „Nichts ist, wie es scheint“ zum Thema Verschwörungstheorien von Michael Butter fand ich sehr hilfreich beim Verstehen und Sortieren. So wenig das Phänomen neu ist, sorgen doch gerade die sozialen Medien für eine sehr viel größere Verbreitung und Relevanz dessen, was sonst eher seltener so öffentlich sichtbar war.
Wie lässt sich aber die Welt noch verstehen, wenn so viel im Durcheinander von Fake News, Desinformation und abstrusen Erklärungen, die keine sind? Dass dies das Fundament demokratisch verfasster Gesellschaften direkt betrifft, weil es die Grundlagen von gesellschaftlicher Kommunikation in Frage stellt und unterminiert, ist inzwischen offensichtlich. Was können wir aber tun, wie umgehen mit denen, die aus lauter Verunsicherung gar nichts mehr glauben und niemandem mehr vertrauen wollen? Auf die Lektüre bin ich einmal mehr gespannt.
„Spätestens seit der Coronapandemie
sind Verschwörungstheorien ein Signum unserer Zeit. Je komplexer unsere Welt
wird, desto mehr Menschen scheinen für ihre erklärenden Sinnangebote
empfänglich. Elon Musk, der reichste Mensch der Welt, hat ein ganzes soziales
Netzwerk in eine Schleuder für konspirationistische Erzählungen verwandelt.
Donald Trump, der mächtigste Mensch der Welt, amtiert als conspiracy theorist
in chief im Weißen Haus.
Michael Butter, Bestsellerautor und
einer der renommiertesten Experten für das Thema, präsentiert die Ergebnisse
seiner jahrelangen Forschung. So groß die Gefahr auch ist: Eine freie und
demokratische Gesellschaft darf sich nicht von der Angst vor Verschwörungstheorien
beherrschen lassen und in Alarmismus verfallen. Wie Populismus sind auch sie
eine Reaktion auf eine empfundene oder befürchtete Exklusion. Wer sie bekämpfen
will, sollte andere nicht einfach als Schwurbler oder Leichtgläubige
hinstellen. Vielmehr gilt es, die gesellschaftlichen Ursachen zu bekämpfen.
Inklusion und Teilhabe, so Butter, stellen den wirksamsten Schutz gegen Hetze
und Unwahrheiten dar.“ (Klappentext)






