„Antisemitische Denkfiguren, Chiffren, Symbole und Taten erfahren derzeit eine erhebliche Sichtbarkeit – was nicht nur mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel im Jahre 2023 und den militärischen und politischen Folgen dieses Ereignisses zu tun hat. In seinem neuen Buch nimmt der Soziologe Armin Nassehi den verbindenden Kern antisemitischer Formen rechtsradikaler, bürgerlicher, linker, postkolonialer und islamistischer Natur in den Blick.“ (Umschlagtext)
Auch wenn im Mai eine kleine Lücke in meinem Bücherreigen entstanden ist, bleiben noch zwei Bände als Mitbringsel von der #lbm übrig. 😉
Da war die Hoffnung am Anfang des neuen Jahrtausends doch nicht wenig verbreitet, dass uns fortan hauptsächlich die Zukunft mit ihren neuen Technologien und Möglichkeiten beschäftigen würde. Nach einem Vierteljahrhundert sprechen wir aber eher darüber, wie die Schrecken vergangener Zeiten einfach nicht vergehen wollen und sich stattdessen immer wieder neue Kleider suchen.
Also, nicht nachlassen!
„Armin Nassehis explizit soziologisch
gestellte Leitfrage in diesem Buch lautet: Was ist die Funktion des
Antisemitismus in westlichen Gesellschaften? Sie wird mit der These
beantwortet, dass antisemitische Denkungsarten stets mit ungeklärten
Selbstverhältnissen derer zu tun haben, für die der Antisemitismus exakt dieses
Problem löst: Fragen der Selbstbeschreibung und ihres Selbstverhältnisses zu
lösen. Nassehis Buch ist damit zugleich ein Beitrag zu der Frage, wie die
Selbstbezogenheit des ‚Westens‘ seine paradoxen Selbstverhältnisse auf etwas
Fremdes richtet, das zugleich sein Vertrautestes selbst ist, das imaginierte
Jüdische nämlich.“ (Klappentext)






