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Mittwoch, 30. November 2016

Alain Badiou: Versuch, die Jugend zu verderben



Der MM sagt, dass ich jetzt den Badiou auch lesen soll, damit wir darüber diskutieren können. Ist zwar kein Comic und hat auch keine Bilder - aber na gut. ^^

"'Die Jugend verderben' heißt: darauf hinarbeiten, dass die Jugend nicht die vorgegebenen Pfade einschlagen muss, dass sie sich nicht widerstandslos den Vorgaben der Gesellschaft ergeben muss, dass sie etwas Neues erfinden und eine andere Sichtweise auf das entwickeln kann, was sie für das wahre Leben hält." (Umschlagtext)

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Dienstag, 29. November 2016

Sebastian Friedrich: Lexikon der Leistungsgesellschaft. Wie der Neoliberalismus unseren Alltag prägt



"Die neoliberale Ideologie prägt unsere Persönlichkeit, unser Handeln. Während wir Sport treiben, wir in Dating-Portalen nach der Liebe fürs Leben oder dem schnellen Sex suchen, wir unser Rennrad das Treppenhaus hochtragen, wir herzhaft über die Prolls in der Eckkneipe lachen, wir mit einem coffee to go bewaffnet im Stechschritt durch die Stadt marschieren und wir am Ende des Tages einmal mehr versucht haben, das zu verdrängen, was längst Gewissheit geworden ist: dass es so nicht weiter gehen kann." (Umschlagtext)

Und ein Vorwort von Oliver Nachtwey, der kürzlich eine Studie über die "Abstiegsgesellschaft" veröffentlichte, gibt es auch noch dazu. Na dann ...

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Samstag, 26. November 2016

Haus Bartleby (Hrsg.): Sag alles ab! Plädoyers für den lebenslangen Generalstreik



"Ein Plädoyer für die Weltrevolution mit Stil - das Buch über Karriereverweigerung und das Ende der neoliberalen Epoche." (Umschlagtext)

Rein thematisch darf ich das Buch natürlich erst an einem Montag anfangen zu lesen. Vorher ist ja Wochenende. ^^

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Donnerstag, 24. November 2016

Robert Seethaler: Die weiteren Aussichten



Die Novembersonne grinst breit durchs Küchenfenster und lädt mich ein, hier einfach schmökernd etwas zu verweilen. Ach, ist ja noch gar nicht Wochenende. Aber Lust auf Wochenende mit Sonne macht der Seethaler ja schon. ^^

"Mit ungestümer Zärtlichkeit und entwaffnendem Humor erzählt Robert Seethaler von der Liebe und vom Glück am Rande der Landstraße." (Umschlagtext)

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Mittwoch, 23. November 2016

Film: Die Mitte der Welt



Eine gute Stunde brauchte es nach Ende des Films, bis wir bereit waren und unsere Eindrücke, Gedanken und Empfindungen in Worte fassen konnten. Ich schwöre, das hat bisher noch kein Film geschafft. ^^

Also: Buch lesen, Programmkino suchen, Ticket kaufen und den Film anschauen. Dann noch mal das Buch lesen!

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Comixene #121



Und ganz oben auf dem Stapel liegt: Die brandneue, dicke, spannende und anregende, aktuelle #Comixene ! *jubel*

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Mittwoch, 16. November 2016

Helmut Kuhn: Omi



"Ein Altersheim ist ein Ort, den man normalerweise nicht lebend verlässt. Aber dies ist keine normale Geschichte." (Umschlagtext)

Ein echt trashiges Cover und ein vielversprechender Titel - so bekommt man sofort meine Aufmerksamkeit. ^^

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Dienstag, 15. November 2016

Mosaik: Die Abrafaxe im Alten Ägypten



Winterkalt und herbsttrüb – nichts, was sich nicht mit einer kleinen Reise durch Raum und Zeit beheben ließe. Als Reisebegleiter empfehle ich unbedingt die Abrafaxe. Sie garantieren aufregende Entdeckungen, Abenteuer voller überraschender Wendungen und fast immer eine sternewürdige Verpflegung.

Eigentlich wollen Abrax, Brabax und Califax ja nur herausfinden, wie das mit diesen Zeitreisen funktioniert. Immerhin stolpern sie ja nun schon ziemlich lange von einer Epoche in die andere, ohne das selbst auch nur ein wenig steuern zu können. Dummerweise reisen sie dieses Mal nicht allein. Skrotonos, ihr böser Widersacher während ihres Abenteuers im alten Griechenland, landet mit ihnen im Alten Ägypten.

Während die Abrafaxe in bekannt forscher und herzlicher Manier Land und Leute kennenlernen, erkennt Skrotonos sehr schnell seine Chance sich hier zum großen Herrscher aufzuschwingen, nachdem er in seiner Zeit in Griechenland scheiterte. Denn es gärt und brodelt in Ägypten.

Der Pharao Echnaton stürzte den alten Gott Amun und mit ihm all die Priester und Anhänger, die von diesem Glauben profitierten. Sein plötzlicher Tod lässt die Königin Nofretete allein zurück. In der Bevölkerung stehen sich die Anhänger Atons und Amuns immer unversöhnlicher gegenüber. Geschickt schafft es Skrotonos, sich an die Spitze dieser Rebellion gegen Nofretete und den neuen Gott zu stellen. Aber da sind ja noch die Abrafaxe… ;)

Spannend ist es, ein paar neue Hefte neben diesen Sammelband zu legen, um zu sehen, wie sich die Zeichnungen seit dem Ägyptenabenteuer von 1995-1997 weiter entwickelt haben. In jedem Fall wurde auch damals nicht mit Details gespart.

Überrascht hat mich beim Schmökern, wie viel an Text die Hefte damals enthielten. Damit meine ich nicht die Dialoge in den Sprechblasen sondern die vielen Textboxen, in denen vor allem Erläuterungen zu Land und Leuten zu finden sind. All das ist wunderbar unterhaltsam und definitiv informativ.

Kann ich bitte noch mehr von den Abenteuern der drei Knirpse in genau diesem Format haben? ^^

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Donnerstag, 10. November 2016

Rachel Kushner: Flammenwerfer



Die wilden 70er in Manhattan. Eine Hobby-Motorradrennfahrerin, ein exzentrischer Erbe, Straßenkämpfe, Entführung und Mord. Kurz, alles dabei und zu einem Gesellschaftsroman verwoben. So wird es versprochen. ^^

Ich werde das mal wohlwollend prüfen. Harharhar! ;)

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Mittwoch, 9. November 2016

Dienstag, 8. November 2016

Montag, 7. November 2016

Nnedi Okorafor: Lagune



Warum müssen Außerirdische, wenn sie denn schon auf der Erde landen, eigentlich immer über New York oder Los Angeles herunterkommen? Erfurt, Kassel oder wenigstens Berlin wären doch auch mal nett, oder?

Ok, ich gebe ja gern zu, dass auch meine Vorstellung für diese Fälle gerade auch nur zu sehr trashigen oder gähnend langweiligen Storys reicht. Wie wäre es stattdessen mit einer chaosträchtigen, farbenfreudigen, quirligen Metropole, in der Arm und Reich aufeinanderprallen, Korruption und Kriminalität echte Wirtschaftsfaktoren sind, weil die Menschen kaum anders überleben können, die für uns Wohlstandsleser abgedreht exotisch wirkt und in der trotzdem ganz normale Menschen leben?

Nnedi Okorafor führt uns in ihrem Roman genau das vor und lässt die fremden Wesen vor der Küste von Lagos, der bevölkerungsreichsten Metropole Afrikas, landen. Am Strand entführen die dann gleich als Erstes einen mit der korrupten Armee hadernden Soldaten, eine für ihren Ehemann viel zu moderne Meeresbiologin und einen in ganz Afrika berühmten Rapper ohne allzu große Starallüren. Damit ist der erste Kontakt hergestellt, und die Hauptfiguren sind ordnungsgemäß eingeführt.

Wie es sich für eine Science-Fiction-Story mit Außerirdischen gehört, dienen diese natürlich zum großen Teil als willkommener Anlass, einen Blick auf uns selbst zu werfen. Wie wir auf das Fremde reagieren, offenbart immer wieder eindringlich, wer und wie wir selbst sind.

Okorafor erzählt dies anhand von Studenten, die sich ihren Lebensunterhalt in Internetcafés mit betrügerischen Mails verdienen, anhand gewalttätiger und machtgieriger Soldaten, anhand eines christlichen, psychopathischen Sektenführers mit Hang zum Luxus und auch anhand einer LGBTTI-Gruppe, die endlich ihre Chance gekommen sieht, sichtbar für die eigenen Rechte einzutreten.

Sie alle könnten unsere Klischees über das Leben in diesem afrikanischen Moloch bedienen, stehen aber gleichsam eher für das postkoloniale Erbe, das afrikanische Gesellschaften zu zerreißen droht zwischen Traditionellem und der Macht, der Gewalt und der Strahlkraft der westlichen Moderne.

Das Eintreffen der Außerirdischen setzt wiederum in den drei Hauptfiguren Kräfte frei, die den tiefen, auch mythischen Wurzeln afrikanischer Kultur entstammen. Diese drei sind es, die im Ringen mit sich selbst, mit ihrer Umwelt als Einzige in der Lage sind, den Besuchern nicht gleich mit Verwertungsfantasien zu begegnen, sondern neugierig und mitfühlend gegenüberzutreten.

Während ich am Anfang des Buches noch den Eindruck hatte, dass die Szenen zu oberflächlich gezeichnet vorbeiziehen, konnte ich mich dann bei herrlich überzeichneten Dialogen köstlich amüsieren. Obwohl sowohl Lagos als Schauplatz und auch die Außerirdischen als die Auslöser der gesteigerten Chaos eigentlich wenig Kontur erhalten, nimmt das dem Fortgang der Handlung nichts.

Ich könnte zwar nach dem Roman noch nicht sagen, was genau Afrofuturismus als literarische Form ausmacht. Wenn Nnedi Okorafors literarischer Sound dem entspricht, dann mag ich ihn aber jetzt schon mal pauschal.

Spannend fand ich auch mal wieder die Beobachtung, wie sehr Satzspiegel und Typografie den Eindruck vom Text beeinflussen. Der recht großzügig und luftig gesetzte Text wirkt damit auf den ersten Blick sehr viel leichter und weniger anspruchsvoll, als er tatsächlich ist. Und das Cover ist in jedem Fall ein ungewohnter Hingucker.

Nach der Ankündigung des Verlages, dass 2017 mehr von Okorafor auf Deutsch erscheinen wird, bin ich nun einfach mal gespannt.

Für die Lektüre des Romans konnte ich ein Rezensionsexemplar des Verlages nutzen.

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Dienstag, 1. November 2016

Hermann Amborn: Das Recht als Hort der Anarchie. Gesellschaften ohne Herrschaft und Staat



Eine Studie über die Möglichkeit des Gelingens von gesellschaftlichem Handeln, Rechtssicherheit und inneren Friedens anhand anarchischer Gemeinschaften in Afrika...

Eines der wunderbaren Dinge, die mir als Leser immer wieder passieren, ist es, dass mich plötzlich Texte förmlich anspringen, deren wie aus dem nichts auftauchende Faszination ich mir nicht erklären kann. Muss ich ja auch gar nicht. Ich kann es einfach geschehen lassen. ^^

Für die Berliner_innen gibt es heute abend übrigens die Chance den Autor bei einer Veranstaltung im Roten Salon der Volksbühne zu erleben. Just saying.

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