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Donnerstag, 18. Oktober 2018

Walter Moers: Die Stadt der Träumenden Bücher



"Ja, ich rede von einem Ort, wo einen das Lesen in den Wahnsinn treiben kann. Wo Bücher verletzen, vergiften, ja, sogar töten können. Nur wer wirklich bereit ist, für die Lektüre dieses Buches derartige Risiken in Kauf zu nehmen, wer sein Leben auf's Spiel setzen will, um an meiner Geschichte teilzuhaben, der sollte mir folgen. Allen anderen gratuliere ich zu ihrer feigen, aber gesunden Entscheidung, zurückzubleiben. Macht's gut, ihr Memmen! Ich wünsche euch ein langes und sterbenslangweiliges Dasein und winke euch in diesem Satz Adieu!" (Umschlagtext)

Und weiter geht's mit Geschichten aus Zamonien. Band vier kommt mir gerade recht für die Herbstferien. ;)

Katzen würden Moers lesen!

#leseherbst #roman #waltermoers #knaus #zamonien #hildegunstvonmythenmetz #fantasy #bücher #lesen '#leselust #literatur

Dienstag, 16. Oktober 2018

Philipp Ther: Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent. Eine Geschichte des neoliberalen Europas



"Als im November 1989 die Mauer fiel, begann ein Großexperiment kontinentalen Ausmaßes: Die ehemaligen Staaten des 'Ostblocks' wurden auf eine neoliberale Ordnung getrimmt und dem Regime der Liberalisierung, Deregulierung und Privatisierung unterworfen. Dieses Buch präsentiert eine erste Bilanz der neuen Ordnung auf dem alten Kontinent." (Umschlagtext)

Immer noch irritiert nehmen wir das Aufblühen "illiberaler Demokratien" im Osten und Südosten Europas zur Kenntnis. Die Vermutung liegt nahe, dass nicht nur 40 Jahre Staatssozialismus hier ihren Einfluss geltend machen sondern auch und gerade die Zeit der Systemtransformation. Das alles ist aktueller denn je, würde ich sagen, mit Blick auf die bald anstehenden Europawahlen.

#leseherbst #sachbuch #philippther #suhrkamp #europa #neoliberalismus #transformation #politik #gesellschaft #demokratie #debatte #lesen #leselust

Montag, 15. Oktober 2018

Szczepan Twardoch: Drach



"Die Erde weiß alles. Sie kennt Josef Magnor, der als Kind den Geschmack von Wurstsuppe entdeckt und nie mehr vergisst. Der im Schützengraben landet und später im Bett der jungen Caroline. Nachdem er eine Tragödie angerichtet hat, bietet die Erde ihm ein Versteck in einem schlesischen Stollen. Sie sieht auch Josefs Urenkel, den Architekten Nikodem. Dem alles entgleitet, was er liebt: Frau und Tochter, die Geliebte, das Haus, das er sich gebaut hat - was wird wer retten können? Die Erde kennt das Ende ..." (Umschlagtext)

Ein junger polnischer Autor "entfesselt ein gewaltiges Panorama des 20. Jahrhunderts". Ok ok, ich bin neugierig. 😏

#leseherbst #szczepantwardoch #rororo #schlesien #drama #20jahrhundert #deutschpolnisch #geschichte #lesen #leselust #literatur

Samstag, 13. Oktober 2018

Christian Wirrwitz: Kommunikation, Rhetorik, Argumentation. Basiswissen für die Kommunalpolitik



Workshopvorbereitung auf Balkonien. Check!

"Wie lässt sich eine Idee formulieren, so dass sie überzeugt? Wie lassen sich Wortgefechte beenden, damit sachliche Argumente wieder ihren Raum bekommen? Wie viel Vorbeugung braucht freies Reden?
Kommunikation ist eine unabdingbare Grundlage für erfolgreiche Politik." (Umschlagtext)

Klingt nach Binse, muss aber immer und immer wieder auch in emanzipatorisch-progressiv-linken Kontexten vermittelt werden. Also nix wie ran. 😉😎 Den passenden Begleiter hab ich zur Vorbereitung dabei. 😉

Und in Gedanken bei #unteilbar

#leseherbst #christianwirrwitz #kommunalforumsachsen #polbil #workshop #kommunikation #rhetorik #handwerk #trainer #lesen #leselust #indiebook #sachbuch #lernen #gesellschaft #politik

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Daron Acemoglu/ James A. Robinson: Warum Nationen scheitern. Die Ursprünge von Macht, Wohlstand und Armut



"Warum sind einige Nationen reich und andere arm? Wodurch entsteht die krasse Ungleichheit in unserer heutigen Welt? Wie soll man der Ungleichheit begegnen? [...] Ein spannendes und faszinierendes Plädoyer dafür, dass Geschichte und Geographie kein Schicksal sind. Und eine überzeugende Demonstration, dass die richtige Analyse der Vergangenheit neue Wege zum Verständnis unserer Gegenwart und neue Perspektiven für die Zukunft eröffnet. Ein provokantes, brillantes und einzigartiges Buch." (Verlagstext)

Macht und wie sie zugunsten von wenigen und zum Schaden von vielen eingesetzt wurde und wird - die Systemfrage halt. ;)

#leseherbst #sachbuch #daronacemoglu #jamesarobinson #fischerverlag #gesellschaft #politik #geschichte #macht #armundreich #systemfehler #debatte #lesen #leselust #polbil

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Lukas Bärfuss: Hagard



"Philip folgt, aus einer Laune heraus, um Feierabendgedrängel einer Frau. Er kennt sie nicht, sieht sie auch nur von hinten, aber wie in einem Spiel sagt er sich: Geht sie dort entlang, lasse ich sie entschwinden; geht sie in die andere Richtung, spiele ich das Spiel noch eine kleine Weile weiter. [...] Ein atemloser Sog entsteht, in den auch der Leser gerät. Wie bricht der Zufall in unser Leben? Was lässt sich überhaupt mit Gewissheit voraussehen oder planen? Wie sehr können wir unseren Sinneswahrnehmungen trauen?" (Klappentext)

Sich den Kopf verdrehen, um den Blick auf jemanden im Gedränge immer wieder zu erhaschen, weil die Ausnutzung allein neugierig macht - doch doch, dass Gefühl ist mute nicht unbekannt. Ebenso das Gefühl, wie schnell der Reiz verfliegt, wenn sich die Person dich ganz umdreht. Wie mitreißend oder spannend der Autor das zu inszenieren weiß - ich bin gespannt. 😏

#leseherbst #roman #lukasbärfuss #wallstein #großstadt #menschen #heute #gesellschaft #individuum #freiheit #zufall #indiebook #lesen #leselust #literatur

Dienstag, 9. Oktober 2018

Jodi Picoult: Kleine große Schritte



"Ruth Jefferson ist eine der besten Säuglingsschwestern des Mercy-West Haven Hospitals in Connecticut. Dennoch wird ihr die Versorgung eines Neugeborenen von der Klinikleitung untersagt - die Eltern wollen nicht, dass eine dunkelhäutige Frau ihr Baby berührt. Doch eines Tages arbeitet Ruth allein auf der Station und bemerkt, dass das Kind keine Luft mehr bekommt. Sitze entscheidet schließlich, sich der Anweisung zu widersetzen und dem Jungen zu helfen. Doch ihre Hilfe kommt zu spät, und Ruth wird von den Eltern des Jungen angeklagt, schuld an dessen Tod zu sein. Ein nervenaufreibendes Verfahren beginnt ..." (Umschlagtext)

Die Story klingt interessant, auch wenn der Umschlagtext etwas dröge daher kommt. Die Buchhändlerin meines Vertrauens versicherte mir, dass der Text das wieder wettmachen wird. Nun denn ... 😏🤗

#roman #jodipicoult #penguin #usa #connecticut #rassismus #drama #gesellschaft #amerika #lesen #leselust #literatur

Montag, 8. Oktober 2018

Pippa Goldschmidt: Von der Notwendigkeit den Weltraum zu ordnen. Storys



"Goldschmidts geistreiche und berührende Erzählungen bieten faszinierende Einsichten in die menschliche Natur. Sie erzählen von der Rolle der Frauen in der Forschung, von Wendepunkten im lieben berühmter Wissenschaftler und Künstler, vom jüdischen Überleben nach dem Zweiten Weltkrieg, von liebe und Sex und der immer aktuellen Suche nach Erkenntnis. Jede Geschichte, von der surrealen Miniatur bis zur epischen historischen Erzählung, ist ein Meisterwerk für sich." (Umschlagtext)

Zugegeben, der Verlag muss natürlich von dem Buch schwärmen, dass er veröffentlicht hat. Weil es aber nicht irgendein Verlag ist, traue ich dem Urteil ja fast blindlings. 😍 Fast, Hab ich gesagt. 😉

#leseherbst #erzählung #storys #pippagoldschmidt #culturbooks #frauen #wendepunkte #überleben #liebe #sex #erkenntnis #menschen #indiebook #lesen #leselust #literatur

Sonntag, 7. Oktober 2018

Detlef Grumbach (Hrsg.): DEMO.FÜR.ALLE. Homophobie als Herausforderung



„Orlando, 12. Juni 2016: Ein Attentäter betritt den queeren Club Pulse. Dort feiern Latinos eine Party, die meisten sind schwul, lesbisch, bisexuell oder transgender. Er tötet 49 Besucher*Innen und verletzt 53 weitere.“ (Seite 7, Vorwort von Detlef Grumbach)

Das Attentat von Orlando, das dem Vorwort des Herausgebers als Bezugspunkt dient, war ein trauriger Höhepunkt der an ähnlich schaurigen Gelegenheiten nicht armen Zeit zunehmender gesellschaftlicher Spaltung in den USA noch vor der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten. Kurze Zeit nach dem Erscheinen des Debattenbandes gab es in Deutschland wiederum diesen euphorischen Moment, in dem die Ehe für alle so ganz plötzlich auf der Tagesordnung stand und möglich wurde. Wie lässt sich anhand zweier so gegensätzlicher Ereignisse argumentieren, dass dieser und ähnliche weitere Beiträge zu einer gesellschaftlichen Debatte notwendig sind?

Der Begriff der Klasse lag der gesellschaftlichen Linken lange schwer im Magen, erreicht aber inzwischen wieder ein immer jüngeres Publikum. Sie suchen und finden damit ein Instrumentarium die mehr und mehr fragmentierte Gesellschaft zu beschreiben, die immer weiter auseinanderklaffenden Chancen für Einzelne systematisch zu analysieren und zu beschreiben. Zugleich verstärkt sich die Debatte, wie viel Identitätspolitik für immer kleiner werdende Gruppen es braucht entgegen dem einenden Band der Klasse. Aber auch innerhalb der immer kleiner werdenden identitätspolitisch ausgerichteten Gruppen scheint der Kampf um Deutungshoheit noch lange nicht ausgefochten. Ich gebe zu, dass ich hier sehr grob zusammenfasse.

Auch hierzulande ist immer öfter von einer auch durch den Aufschwung der Populisten von Rechts beförderten Polarisierung der Gesellschaft die Rede. Aber noch verteidigen die selbsternannten Retter des Abendlandes „ihre Frauen“ und selbst „ihre Homos“ gegen den Islam und gegen jeden einzelnen geflüchteten Menschen im Besonderen. Das gelingt vor allem, weil sie so konsequent pauschalisieren und damit rassistische Stereotype bedienen. Geflüchtete sind alle Moslems und der Islam ist so und so. Also sind alle Moslems so.

Was aber, wenn keine Geflüchteten mehr kommen, weil unsere Mauern so hochgezogen worden sind, dass sie nicht mehr als einfachste populistische Erklärung für alle herhalten können. Was, wenn dann genauer nachgeschaut wird, wer dem Volkskörper noch alles schädlich sein könnte? Was, wenn dann alle liberalen Errungenschaften wie die Ehe für alle ganz schnell wieder in Frage stehen?

Wird dann ein Klassenbegriff von links helfen, wenn er alle Unterschiede innerhalb der Klassen ausblendet? Werden alle miteinander um die Deutungshoheit ringenden Gruppen dann noch dazu in der Lage sein, auch das Gemeinsame zu sehen?

Natürlich kann ein solches Buch all das nicht verhindern oder auch nur ausführlich beschreiben. Aber es ein Hoffnungsschimmer, dass dieser und auch andere Debattenbände, wie zum Beispiel diejenigen von Patsy l´Amour laLove im Querverlag, schon eine Weile lang sehr gefragt sind und für emotional geführte Diskussionen sorgen. Ich will gern hoffen, dass es ein gutes Zeichen, dass wir diskutieren.

Kurz und gut: Nicht vollständig und allumfassend, aber ein guter Einstieg in eine aktuelle Diskussion. Wir mögen geglaubt haben, dass schon fast alles erreicht sei. Dieser Band lässt erahnen, dass auch für unsere Generation und die nachfolgenden genügend gesellschaftliche Kämpfe übrig sind.

#leseherbst #sachbuch #detlefgrumbach #männerschwarmverlag #homophobie #gesellschaft #diskussion #debatte #politik #gleichberechtigung #polbil #lesen #leselust #indiebook

Samstag, 6. Oktober 2018

Alessandro Tota / Pierre van Hove: Der Bücherdieb



"Paris in den 1950er Jahren: Sartre und der Geist des Existenzialismus liegen in der Luft und die Literaturszene tummelt sich in den ca Cafés von Saint-Germain-des-Prés. Daniel Brodin, mittelloser Student mit literarischen Ambitionen, führt ein Doppelleben zwischen den Pariser Salons und der Universität, er stiehlt Bücher aus Buchhandlungen und gibt sich selbst als Dichter aus. Als er eines Abends im Kreise der Pariser Intellektuellen etwas von sich zum Besten geben soll, verkauft er ein italienisches Gedicht als sein Werk. Daniel und der Text werden als großer Erfolg gefeiert, doch das Plagiat bleibt nicht ohne Folgen ..." (Umschlagtext)

Cover, Zeichnungen und Story versprechen doch mal Atmosphäre passende Atmosphäre für einen langen, lauen Spätherbstleseabend. 😍 Da darf ich doch auf etwas Tragik, Komik und intellektuell-literarische Selbstironie hoffen. Hoffe ich. 😏

#leseherbst #comic #alessandrotota #pierrevanhove #reprodukt #paris #50er #literaten #lyrik #existenzialismus #plagiat #indiebook #lesen #leselust #literatur #yesyoucomican

Freitag, 5. Oktober 2018

Frank Witzel: Vondenloh



"Frank Witzels hinreißend komischer Roman über Leben und Werk der Schriftstellerin Bettine Vondenloh ist Literaturbetriebskrimi ebenso wie skurrile Dorfgeschichte: Ein gigantischer Wal beginnt darin gehörig zu stinken, die Psychoanalytiker Jacques Lacan und Wilhelm Reich entkommen knapp einem gefährlichen Sturz, eine riesige Wachsstatue Himmlers offenbart ihr Innenleben und der Erzähler kommt in Verdacht, ein Verhältnis mit der in die Jahre gekommenen Schriftstellerin gehabt zu haben. Am Ende wissen wir zwar nich mehr als zuvor, aber sind um einiges klüger." (Umschlagtext)

Frank Witzel geht ja irgendwie bedenkenlos. Matthes & Seitz sind sowieso cool. Und die neue Paperbackreihe wollte ich mir ohnehin anschauen. Voila!  Fehlt nur noch ein langes und freies Wochenende ... ähem ... ^^

#leseherbst #roman #frankwitzel #matthesseitzberlin #literaturbetrieb #satire #jacqueslacan #wilhelmreich #paperback #indiebook #lesen #leselust #literatur

Dienstag, 2. Oktober 2018

Dževad Karahasan: Der Trost des Nachthimmels



"Von der Kraft der Liebe, der Ohnmacht der Vernunft und dem Versuch, das Verlorene in die Erinnerung zu retten. Elf Jahre lang hat der bosnische Autor Dževad Karahasan an seinem Roman über Omar Chayyam und den Niedergang einer blühenden islamischen Kultur gearbeitet. Manche Passagen nehmen auf verstörende Weise Schreckensszenarien vorweg, wie sie sich heute im Nahen Osten abspielen. Dennoch: Ein beklemmend schönes Buch, voller Humor und funkelnder Intelligenz. Ein großer europäischer Schriftsteller, der auf die Kraft des Erzählens vertraut." (Umschlagtext)

Dunklere, kältere Tage schreien ja förmlich nach dicken, epischen Büchern mit historischen Stoffen, die womöglich helfen können, das Heute besser zu verstehen. Check. ^^

#leseherbst #roman #dzevadkarahasan #suhrkamp #seldschuken #sultan #kreuzritter #mongolen #weltreich #islam #geschichte #lesen #leselust #literatur

Montag, 1. Oktober 2018

Michael Segalov: WIDERSTAND! Handbuch für Aktivisten



"Wie leben im Zeitalter des Widerstands.
Noch nie schien es so notwendig zu handeln, aber wo fängt man an?
Dieses Handbuch zeigt dir, wie du deine Ideen in die Tat umsetzen kannst.
Nimm die Machthaber ins Visier.
Mach die Presse auf dich aufmerksam und nutze die Social-Media-Kanäle.
Kenne deine Rechte.
Lass dich von den Geschichten erfolgreicher Aktivisten inspirieren." (Umschlagtext)

Schön gemacht ist es ja, dieses Handbuch. Ob es mehr als ein "Business-Ratgeber" für Aktivisten ist, werde ich dann sehen. ^^

#leseherbst #sachbuch #michaelsegalov #laurencekingverlag #politik #aktivisten #weltverbesserer #ratgeber #indiebook #polbil #debatte #lesen #leselust

Sonntag, 30. September 2018

Arne Jysch: Der nasse Fisch. Nach dem Roman von Volker Kutscher



„Mein Vater hatte seine guten Beziehungen spielen lassen. Das tat er gerne …“ (Seite 6)

Und so kommt der junge Kommissar Gereon Rath nach Berlin. In diesen quirligen, hyperventilierenden, vibrierenden und stinkenden Moloch am Ende der Zwanzigerjahre, 1929 genauer gesagt. Die Stadt steht seit gut einem Jahrzehnt für unglaublichen Glamour, für Rausch und Exzess ebenso wie für die Straßenschlachten politischer Gruppierungen und Parteien um Vergangenheit und Zukunft. Hier will der junge Rath seine eigene Vergangenheit in Köln zurücklassen und am liebsten in der legendären, modernen Berliner Kriminalpolizei arbeiten.

Ohne langes Geplänkel zieht es Leser*innen ebenso wie den Kommissar in einen Strudel aus Ereignissen, in die sich Rath immer mehr verstrickt sieht. Dabei geht es um Drogen, illegale Geschäfte, politische Verwirrungen.
Den Hintergrund gibt das gärende Berlin dieser Zeit – eine Metropole und Weltstadt zwischen romantischer Verklärung der Vergangenheit und einen einem bedingungslosen Glauben an die Zukunft, die alles anders und besser machen wird. Es tobt ein Kampf um die Zukunft auf den Straßen, dessen Ausgang wir natürlich schon längst kennen. Der Faszination nimmt das nichts.

Eigentlich lese ich gern erst das Original, bevor ich mir Verfilmungen und weitere Adaptionen anschaue. Konsequenterweise sah ich im Fall der Geschichte um Gereon Rath erst die zurecht hoch gelobte Fernsehserie, die dieser Tage erstmalig im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt wird. Hinreichend angefixt griff ich zur Comicadaption von Arne Jysch. Bleibt also nur noch die ursprüngliche Romanvorlage von Volker Kutscher. ;)

Auch wenn die Story an sich aus der Serie vermutlich schon hinreichend bekannt ist, will ich ausnahmsweise mal nichts weiter zum Inhalt selbst schreiben. Zum Comic selbst aber schon.

Der hat mich nämlich ähnlich gefesselt und begeistert wie die Umsetzung der Serie. Den Schlag auf Schlag folgenden Ereignissen kann man sich auch in Jyschs Version kaum entziehen. Die Zeichnungen entfalten wie auch schon die Settings in der Serie prompt ihre Sogwirkung. Die Figuren sind markant, die Stadt wird lebendig. Den Soundtrack der Serie könnte man getrost auch beim Lesen des Comics laufen lassen.

Geschickt wird die Kriminalgeschichte um den Kommissar gestrickt und in den historischen Kontext eingewoben, ohne dass es sich nach Geschichtsunterricht der schlechten Art anfühlt. Gleichwohl kommt man nicht umhin, diese hochspannende Zeit in der Endphase der Weimarer Republik zur Kenntnis zu nehmen. Mich wenigstens hat das wieder neugierig gemacht auf eine Zeit, über die wir so gern glauben, schon alles zu wissen, schon alles gehört und gelesen zu haben.

Natürlich kann und darf man auch vorrangig die Kriminalgeschichte genießen. ;)

Ich bin in zwischen sehr gespannt auf die Romanvorlage von Volker Kutscher und hoffe sehr, nicht zu lange auf einen weiteren Band von Arne Jysch warten zu müssen. ;)

Kurz und gut: Die Geschichte um Kommissar Gereon Rath ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie verschiedene Medien ihre Stärke bei der gleichen Story ausspielen können. Gerne mehr davon! ;)

#leseherbst #comic #arnejysch #carlsensomic #berlin #weimarerrepublik #krimi #politik #untergrund #gewalt #weltstadt #mythos #leselust #lesen #yesyoucomican

Freitag, 28. September 2018

Naoki Urasawa: 20th Century Boys (Ultimative Edition Band 1)



*kreeiiiiiiiiiisch*

"Ende des 20. Jahrhunderts steht die Menschheit vor dern Abgrund... doch die 20th Century Boys lassen sich davon nicht unterkriegen! Als Jugendliche erschufen die Freunde im Jahr 1969 ein Symbol. 1997, als die Ausmaße des drohenden Desasters zu Tage treten, erwacht dieses Symbol erneut zum Leben! Dies ist eine Geschichte über eine Gruppe Jungs, die die Welt rettet!" (Umschlagtext)

Von den Bänden der alten deutschen Ausgabe habe ich nur noch die ersten acht ergattern können. Wie hoch schlägt da mein Fanboyherz, dass es jetzt die Ultimative Edition gibt - überarbeitet und mit weiteren Farbseiten. 🤩🤩🤩

#leseherbst #comic #manga #naokiurasawa #paninimanga #dieweltretten #comingofage #abenteuer #lesen #leselust #yesyoucomican

Dienstag, 25. September 2018

Olga Grjasnowa: Gott ist nicht schüchtern



1.000 Instagramposts - puh, muss da nicht etwas mehr Glitter und so sein? Ach was, ich poste einfach, was ich sonst auch aussuchen würde. Das ist dann auch Feier genug. 🤣😉

"Amal und Hammoudi sind jung, schön und privilegiert, und sie glauben an die Revolution in ihrem Land. Doch plötzlich verlieren sie alles und müssen uns Überleben kämpfen. Sie lassen Damaskus hinter sich und fliehen." (Umschlagtext)

Menschen darauf zu reduzieren, dass sie Flüchtlinge sind, raubt ihnen nicht nur ihre je eigene Geschichte sondern auch ihre Zukunft. Ich bin gespannt, was dieser Roman dem entgegensetzen kann und will.

#leseherbst #roman #olgagrjasnowa #aufbauverlag #syrien #damaskus #deutschland #berlin #bürgerkrieg #flucht #mittelmeer #menschen #wirsindmehr #lesen #leselust #literatur

Sonntag, 23. September 2018

Omar El Akkad: American War



"Amerika 2075 - der Albtraum ist wahr geworden. Der Meeresspiegel steigt, Millionen Menschen fliehen ins Landesinnere. Der zweite amerikanische Bürgerkrieg spaltet das Land, die Südstaaten sind von Flüchtlingslagern übersät. In einem der Camps hat die Familie Chestnut nach dem tragischen Tod des Vaters Zuflucht gefunden. Zu Beginn des Krieges ist Tochter Sarat noch ein Kind, sie kennt nichts anderes als Stacheldraht und Trockennahrung. [...] Krieg, Korruption und Folter haben sie hart gemacht, und schließlich radikalisiert sich Sarat und setzt mit einer verheerenden Tat das Leben aller aufs Spiel." (Verlagstext)

Mmh, klingt etwas nach einem Roland Emmerich Blockbuster gemischt mit Post Trump Fiction. ^^

Der Anfang liest sich vielversprechend. Im Film kriegt mich das Genre ja ohnehin. Mal schauen, ob es als Buch auch auf mich wirkt. ;)

#lesesommer #roman #omarelakkad #fischerverlag #dystopie #usa #sezession #blaugegenrot #klima #katastrophe #bürgerkrieg #hass #gewalt #lesen #leselust #literatur

Samstag, 22. September 2018

Mosaik #514



Achtung, aufgepasst und warm angezogen! Herbst im Anzug. 🙃🧜‍♂️🧜‍♀️

#lesesommer #comic #abrafaxe #mosaik #mittelalter #hanse #reval #london #ostsee #ritter #indiecomic #lesen #leselust #yesyoucomican

Donnerstag, 20. September 2018

Walter Moers: Rumo & Die Wunder im Dunkeln



"Rumo, der kleine Wolpertinger, der einmal der größte Held von Zamonien werden will, schlägt sich mit seinem sprechenden Schwert Löwenzahn durch Obenwelt und Untenwelt, zwei höchst unterschiedliche zamonische Welten voller Abenteuer, Gefahren und unvergeßlicher Charaktere: Rala, die schöne Wolpertingerin, die ein riskantes Verhältnis mit dem Tod pflegt; General Ticktack, der bösartige Anführer der Kupfernen Kerle; Urs vom Schnee, der mehr vom Kochen als vom Kämpfen hält [...]" (Klappentext)

Moers lesen ist irgendwie wie ein heftiger Anfall von Fantasie- und Erzählsucht. Und es komme mir jetzt niemand mit Eskapismus. 🤣😉

#lesesommer #roman #waltermoers #knaus #zamonien #rumo #wolpertinger #fantasie #lesen #leselust #literatur

Mittwoch, 12. September 2018

Michail Bulgakow: Die weiße Garde



"Dezember 1918: In Rußland herrscht Bürgerkrieg. Die Truppen des kaiserlichen Deutschland haben weite Teile der Ukraine besetzt. Kiew wird zum Sammelbecken der 'Weißen': Bankiers, Adlige, Halbweltdamen auf der Flucht vor der 'roten Gefahr'. In diesem Hexenkessel aus alten Überzeugungen und neuen Ideen werden auch die Turbins, eine zaristisch-patriotisch gesinnte Familie, vom Sog der Ereignisse erfaßt ..." (Umschlagtext)

Zurückzuschauen und sich im Heute an den gesellschaftlichen Umbrüchen von früher aufzurichten oder sie als Mahnung, Drohung oder Aufforderung zu lesen, das ist ja schon ein beliebter Sport. Und ich sage nicht, dass er unnütz sei. ^^

#lesesommer #roman #michailbulgakow #luchterhand #russland #revolution #zeitenwende #gesellschaft #umbruch #geschichte #lesen #leselust #literatur

Freitag, 7. September 2018

Felix Mertikat / Verena Klinke (u.a.): Tsukuyumi. Full Moon Down



"Die Welt ist nicht mehr dieselbe, seit der Mond auf die Erde gestürzt ist und sein Innerstes preisgegeben hat: den weißen Drachen Tsukuyumi, einst ein mächtiges Gottwesen. Nach langem Exil ist er auf die Erde zurückgekehrt und will zurückerobern, was man ihm genommen hat." (Umschlagtext)

Postapokalypse; Tierwesen und die letzten Überlebenden kämpfen um die Vorherrschaft - naja, und gegen den Drachen Tsukuyumi.

Der Comic zum Spiel. Läuft! 

#lesesommer #comic #felixmertikat #verenaklinke #crosscult #fantasy #postapokalypse #drachen #überleben #indiecomic #indiebook #lesen #leselust #yesyoucomican

Mittwoch, 5. September 2018

Christoph Hein: Trutz



"[...] eine Recherche über zwei Männer, den Schriftsteller Rainer Trutz und Waldemar Gejm, einen Professor für Mathematik und Linguistik am der Lomonossow-Universität, der seit Jahren ein neues Forschungsgebiet entwickelt: die Mnemotechnik, die Lehre von Ursprung und Funktion der Erinnerung. Doch der Nationalsozialismus in gleicher Weise wie der Stalinismus werden Trutz und Gejm sehr bald zum Verhängnis: Der Deutsche, aus Nazideutschland geflohen, wird in einem sowjetischen Arbeitslager erschlagen. Die Umschwünge der Politik des Genossen Stalin folgen im Falle Gejm zur Deportation mit anschließendem Tod. Nur die beiden Söhne, Maykl Trutz und Rem Gejm, überleben und begegnen sich Jahrzehnte später im wiederhergestellten Deutschland und machen fast dieselben Erfahrungen wie ihre Väter ..." (Verlagstext)

Puh, weil es Christoph Hein ist, und ich den immer gern gelesen habe, sehe ich mal über diese umständliche Beschreibung hinweg. ;)

#lesesommer #roman #christophhein #suhrkamp #deutschland #russland #nationalsozialismus #stalinismus #zeitgeschehen #lesen #leselust #literatur

Dienstag, 4. September 2018

Stephan Lessenich: Neben uns die Sintflut. Wie wir auf Kosten anderer leben



"Wir leben nicht über unsere Verhältnisse. Wir leben über die Verhältnisse der Anderen.

Im Grunde wissen wir es alle: Uns im Westen geht es gut, weil es den meisten Menschen anderswo schlecht geht. Wir lagern Armut und Ungerechtigkeit aus, im kleinen wie im großen Maßstab.

Stephan Lessenich, einer der führenden deutschen Soziologen, veranschaulicht in seiner provokanten Beschreibung, wie gerne wir unseren Anteil am sozialen Versagen unserer Weltordnung immer noch verdrängen." (Umschlagtext)

Ja genau, ich finde so Gutmenschen-Themen richtig und wichtig. ;)

#lesesommer #sachbuch #stephanlessenich #piper #politik #soziologie #gesellschaft #debatte #armut #reichtum #ungleichheit #lesen #leselust

Sonntag, 2. September 2018

Leif Randt: Schimmernder Dunst über CobyCounty



"Ein fabelhaftes literarisches Denkmal für eine Zeit, in der ein Teil der Welt in einer Freiheit, Sicherheit und einem Wohlstand lebte, die keine vorige Generation kannte und die womöglich auch keine nachfolgende mehr erleben wird. (...) Ein fast epochaler Generationenroman." FAZ

"CobyCounty wird zum Schauplatz eines Zukunfts- und Generationenromans im Gewand des melancholischen Nihilismus. Das ist vielsagend. Und zumeist ungemein komisch." SZ (beides auf dem Backcover)

Wenn auf dem Backcover nichts zum Inhalt des Buches steht dafür aber gleich fünf Blurbs abgedruckt werden - und die 'Brigitte' ist ausnahmsweise mal nicht als Quelle dabei - Hey, da werde ich doch neugierig. ;)

#lesesommer #roman #leifrandt #berlinverlag #zukunft #generationenroman #melancholie #ironie #lesen #leselust #literatur

Samstag, 1. September 2018

Ernst Bloch: Geist der Utopie. Erste Fassung



"Im Sommer 1918 steht die Welt knietief im Blut: Der Krieg hat bereits Millionen von Opfern gefordert, die Spanische Gruppe breitet sich aus, in Rußland schlägt die Revolution in einen Bürgerkrieg um. Die alte Ordnung Europas wackelt und wird bald fallen. Eine ganze Generation - die Generation Y des vergangenen Jahrhunderts - steht auf einem Scherbenhaufen und schaut in eine ungewisse Zukunft.

Im Sommer 1918 erscheint im Verlag Duncker & Humblot dass Buch eines jungen Mannes, das Furore machen wird [...] Es ist ein Werk, das seine Zeit auf unnachahmliche Weise in Gedanken und Worte faßt, maßlos und streng, sozialistisch und messianisch, düster und voller Hoffnung. Nun ist die Zeit für eine Wiederentdeckung." (Klappentext)

Verzweifelt den Ereignissen in Nachrichten und Tweets zuschauen, mit einem Gefühl der Ohnmächtigkeit gegenüber der Schnelligkeit und dem Verrutschen von Diskursen und Wertvorstellungen schockstarr verharren - das kannten auch Andere vor uns.

Rechte Pöbler und Ideologen geben vor, unsere Freiheit und Liberalität zu verteidigen und wünschen zugleich jede gesellschaftliche Errungenschaft in den Orkus. Und immer noch setzt die schweigende Mehrheit dem nichts Wirksames entgegen. Das kann es doch unmöglich schon gewesen sein?!

#lesesommer #ernstbloch #suhrkamp #politik #philosophie #gesellschaft #debatte #utopie #zukunft #lesen #leselust

Donnerstag, 30. August 2018

Comixene #128



Bestens geeignet als Morgenlektüre zu den ersten beiden Kaffees am Tag. 😉

Frisch eingetroffen.

#lesesommer #comic #manga #comixene #graphicnovel #magazin #lesen #leselust #indiemag #yesyoucomican

Dienstag, 28. August 2018

Mosaik #513



Diese Zeit im Jahr, wenn unzählige Leute um dich herum stolz erzählen, dass sie jetzt gen Norden aufbrechen, um Urlaub zu machen in diesem Schweden oder Dänemark oder Norwegen, weil es da so unglaublich schön sei ...

Ich schau den Abrafaxen zu und träume von Palmen. So! 😂😉😎

#lesesommer #comic #mosaik #abrafaxe #hanse #mittelalter #schweden #gotland #geschichte #zeitreise #indiecomic #lesen #leselust #yesyoucomican

Mittwoch, 22. August 2018

Monique Truong: Das Buch vom Salz



"Monique Truongs erster Roman erzählt die Geschichte des vietnamesischen Kochs von Gertrude Stein und Alice B. Toklas in Paris, Ende der zwanziger Jahre. Der junge Koch und Ich-Erzähler, der wegen seiner Neigungen aus dem kolonialen Vietnam geflohen ist, ist ein Fremder, eine verlorene Seele, ein anrührender und nicht ganz zuverlässiger Berichterstatter.
Wunderschön und doppelbödig geschrieben, ist 'Das Buch vom Salz' - dem Salz in den Speisen, im Meer, in den Tränen, im Schweiß gewidmet - ein Fest der Sinne und des Erzählens." (Umschlagtext)

Mal wieder hat mich die Beschreibung neugierig gemacht. Zumal die Autorin kürzlich zu einem feinen Literaturfestival in Berlin war. Wie mir nachträglich versichert wurde, saß sie beim öffentlichen Schauen des WM-Finales direkt neben uns. Ok ok, das ist fürs Buch natürlich vollkommen nebensächlich. ;)

Eines noch: Beim Umschlagtext ist mal wieder hübsch zu besichtigen, dass immer noch das Diktum gilt, dass die Worte schwul oder homosexuell nicht an einer solchen Stelle abgedruckt werden. Stattdessen ist betulich von "Neigungen" die Rede. Willkommen im 21. Jahrhundert. ^^

#lesesommer #roman #moniquetruong #chbeck #paris #getrudestein #vietnam #fremde #sehnsucht #homosexualität #kolonialismus #lesen #leselust #literatur

Dienstag, 21. August 2018

André Kubiczek: Skizze eines Sommers



"1985, Potsdam, große Ferien. Doch der sechzehnjährige René bleibt dieses Jahr zuhause. Die Mutter ist tot, der Vater in der Schweiz; er lässt René tausend Mark da, die er brüderlich mit seinen Freunden Dirk, Michael und Mario teilt. Dies ist, und das spüren sie alle vier, ein Sommer, wie es ihn nie wieder geben wird für sie. Die Jungs streifen durch die heiße, urlaubsleere Stadt und sitzen in Cafés, aber vor allem geht es darum das richtige Mädchen zu treffen." (Umschlagtext)

Mehr als der Teil der Beschreibung spricht mich ja der Hinweis an, das es ein "Roman über die Jugend mit ihrer schönen Tragik" sei. Mit gelungenen, glaubhaften Dialogen und präzise eingefangenen Beschreibungen könnte das durchaus eine urlaubstaugliche Lektüre werden, wie auf dem Buchumschlag versprochen und angekündigt. Ach, wir Menschen sind so leicht zu bedienen. 😂😉😎

#lesesommer #roman #andrekubiczek #rororo #potsdam #jugend #sommer #melancholie #erwachsenwerden #comingofage #strandlektüre #lesen #leselust #literatur

Montag, 20. August 2018

Per Leo/ Maximilian Steinbeis/ Daniel-Pascal Zorn: mit Rechten reden. Ein Leitfaden



"Demokratie ist kein Salon. Die Republik lebt vom Streit, von Rede und Gegenrede, nicht nur von Bekenntnissen und moralischer Zensur. Dieser Leitfaden zeigt, dass es in der Auseinandersetzung mit 'Rechtspopulismus' und 'Neuen Rechten' um mehr geht als die Macht des besseren Arguments. Es geht vor allem um die Kunst, weniger schlecht zu streiten. Leo, Steinbeis und Zorn sagen nicht, wie man mit Rechten reden muss. Sie führen vor, warum, wie und worüber sie selbst mit Rechten reden." (Klappentext)

Es schadet sicher nichts, wenn erstmal der moralische Reflex zuckt. Angesichts eines inzwischen derart nach rechts offenen gesellschaftlichen Diskurses auf der einen und soviel Sprachlosigkeit auf der anderen Seite braucht es womöglich Ansätze auch jenseits von 'Linkspopulismus'.

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Sonntag, 19. August 2018

Igort: Berichte aus Japan [Eine Reise ins Reich der Zeichen]



„Ich will nicht behaupten, dass alles aus heiterem Himmel gekommen wäre.
Bevor ich 1991 zum ersten Mal in Japan war, hatte ich schon über zehn Jahre von diesem Land geträumt. So lange war es her, dass ich Japan zum ersten Mal gezeichnet habe, beinahe unbewusst, und aus diesen Zeichnungen sollte mein erster Comicband werden: „Goodbye Baobab“.
Wonach habe ich gesucht? Diese Frage stelle ich mir seit 25 Jahren. Und mit der Zeit ist mir dieses geheimnisvolle Land unter die Haut gekrochen. Bis meine Sehnsucht in den Neunzigerjahren so groß wurde, dass ich mich dazu entschloss, eine gewisse Zeit dort zu leben.
Dieses Buch erzählt vom Verfolgen eines Traums und der Einsicht, dass man Träume nicht erreichen kann.“ (Seite 7)

Nach Igorts Berichten aus der Ukraine und aus Russland war ich wirklich sehr gespannt auf den Band, in dem er aus und über Japan berichtet. Seine kollagenartige Erzählweise, in der viele kleine und größere Geschichten miteinander verwoben werden und auch die Panel sich nicht in ein festes durchgängiges Raster pressen lassen, begeisterte mich schon beim ersten dieser drei Bände.
Mit den „Berichten aus Japan“ legt Igort für mich noch einmal kräftig nach. Es ist die persönlichste Sammlung an Berichten, da er hier einige Jahre lebte und als einer der ersten westlichen Comicautoren auch in der japanischen Mangaindustrie arbeitete. Er verwebt einerseits seine eigenen Erfahrungen und berichtet davon, wie inspirierend und zugleich erbarmungslos eine Maschinerie wie die des Verlags Kodansha arbeitet, und lässt die Leser*innen andererseits tief in sein Herz schauen auf dem Nachspüren dessen, was ihn an diesem Land so begeistert.

Das Japan, das Igort vorstellt und beschreibt, ist nicht geprägt von der kribbelbunten und hyperaktiv flimmernden Metropole, nicht von J-Pop oder Hightech. Speedlines sucht man dementsprechend in diesem Band vergeblich.

Gerade in Japan angekommen, sieht er zunächst wenig von Land und Leuten. Sein Betreuer bei Kodansha erwartet schier besinnungslose Akkordarbeit, für ein europäisches Selbstverständnis als Künstler wirklich unglaubliche Mengen an Mangaseiten und Ideen. Igort ist der Erschöpfung nahe, quält sich und gibt nicht auf. Er bringt es zu einer eigenen Serie. Und bei alldem bleibt diese Neugierde darauf, zu ergründen worauf dieses „Reich der Zeichen“ beruht.

Wo wir in Europa eher ganze Folgen von Gesten oder Posen benötigen, existiert in Japan eine unendliche Vielzahl an zu Zeichen geronnener Symbolik. Igort stürzt sich in diese Welt und entdeckt Anime ebenso wie die Kunst alter japanischer Meister. Die Art, uns das in Form vieler kleinerer Szenen, Illustrationen und kurzer Geschichten nahezubringen, macht wirklich Lust auf dieses Land, auf die Menschen, die dort leben und auf deren Kultur.

Igorts Zeichnungen sind dabei eine Augenweide, auch weil er in diesem Band nicht nur in den Erzählformen variiert sondern auch in den Zeichenstilen, die er verwendet. Es bleibt aber immer erkennbar Igort.

Ich hoffe sehr, dass dies nicht die letzte Sammlung an Berichten war und würde mich riesig freuen, noch mehr Regionen mit Igort zu bereisen.

Kurz und gut: Dieser Augenschmaus taugt für eine Entdeckungsreise für Japanfreunde, egal ob ihr Zugang nun J-Music und Cosplay oder japanische Gartenkunst ist. Bei diesem Band würde sogar ich Tee trinken. ;)

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Samstag, 18. August 2018

Alexander Münninghoff: Der Stammhalter. Roman einer Familie



„Was ich an einem leeren Nachmittag auf dem Dachboden unseres Hauses in Vooburg fand, brachte mich zum ersten Mal mit den Geheimnissen in Berührung, die mein Leben beherrschen sollten.“ (Seite 10)

Autobiografische Familiengeschichten sind für meinen Geschmack oft genug eine Gratwanderung. Nicht alles, was als Kaffeetischtratsch unterhaltsam wäre und vielleicht auch als spannend durchgeht, ist das dann auch zwischen zwei Buchdeckeln. Was Alexander Münninghoff über seine Familie zu berichten weiß, ist allerdings dann doch so unerhört, dass sich das Aufschreiben für ein größeres Publikum nun wirklich gelohnt hat.

Als vom Großvater auserkorener Stammhalter kam ihm selbst die Rolle des Wahrers der Familientradition, des Verwalters des Vermögens und des Trägers der großartigen Zukunft des Namens Münninghof zu. Allerdings zerbrach die Familie an ihren Geheimnissen und Sturheiten offenbar so nachhaltig, dass der Stammhalter nun dieses Familiendrama vor uns ausbreiten kann.

Dem Großvater gelang es, und da setzt Münninghoffs Erzählung auch ein, als Niederländer in Riga in der Zwischenkriegszeit ein beträchtliches Firmenimperium aufzubauen. Ihm gelang dies mit viel Tatkraft, einer guten Vernetzung unter den Deutschbalten in der Region, besten Verbindungen zur regionalen Oberschicht und einer hinreichenden Portion Skrupellosigkeit.

Zwei Entwicklungen sorgten letztlich dafür, dass dieser Erfolg nicht von Dauer blieb und der Niedergang unausweichlich einsetzte. Die Umwälzungen, die der Zweite Weltkrieg, das Vorrücken der Roten Armee und die Nachkriegsordnung in Europa mit sich brachten, erzwangen die Umsiedelung der Familie zurück in die Niederlanden. Hier konnte „der Alte“ zunächst an seine erfolgreichen Geschäfte anknüpfen. Zu gut war er auch hier vernetzt mit der Politik und schaffte es, sowohl durch die Bedingungen der Besetzung durch Deutschland Geld zu verdienen als auch sich nahtlos in der Zeit des Wiederaufbaus unersetzlich zu machen.

Um all dies für die Zukunft abzusichern und in die nächsten Generationen zu übertragen, hätte es allerdings wohl einer anderen Familie bedurft oder einer anderen Art von Familie. So scheiterte dieser Clan am Ende an sich selbst.

Schon früh wurde deutlich, dass des Großvaters Verhältnis zu seinen eigenen Kindern nicht dazu angetan war, die Familie zusammenzuhalten. Patriarchale Strenge und gleichzeitiges Desinteresse an den Nachkommen sorgten dafür, dass hier kaum Zusammenhalt entstehen konnte. Gleichzeitig forderte er aber unentwegt die Unterwerfung seiner Kinder unter seine Interessen als Oberhaupt der Familie, die letztlich immer geschäftliche waren. So trieb er Alexander Münninghoffs Vater derart in Opposition zu sich, dass der sein Heil in einer Überidentifikation mit den Deutschbalten suchte und sich freiwillig zum Dienst in der SS meldete.

So sehr der Großvater den eigenen Sohn daraufhin verstieß, so konsequent setzte er alles daran, dass sein Enkel, ausgerechnet der Sohn dieses SS-Veteranen, sein Stammhalter würde. Dabei schreckte er nicht davor zurück, die ungeliebte Mutter des Jungen damit zu drangsalieren, dass sie nur als notwendiges Übel in der Familie geduldet wurde. Als sie sich schließlich zur Flucht entschließt, der Krieg ist da schon vorüber, lässt er rechtlich nichts unversucht, des Jungen habhaft zu werden, bis hin zur Entführung.

Nach dem Tod des Alten in den Fünfzigerjahren gelingt es niemandem das wieder erstarkte Firmengeflecht zu übernehmen und weiter erfolgreich zu führen. Neid, Missgunst und eine fast schon ererbte Gefühlskälte sorgen für Entfremdung unter den Kindern und ihrer Familien. Die von Alexander Münninghoff selbst ist mit der Trennung seiner Eltern nachhaltig zerbrochen.

Bemerkens- und lesenswert ist der Blick, den Alexander Münninghoff auf die historischen Entwicklungen wirft. Er kann dies aus der Sicht eines Niederländers tun, dessen Vorfahren nur in der Person seines Vaters direkt mit dem nationalsozialistischen Deutschland verbandelt waren. Sein Großvater blieb Zeit seines Lebens Niederländer, seine Kinder blieben zwischen Riga und den Niederlanden verhaftet und letztlich nur den geschäftlichen Interessen des Alten verpflichtet. Interessant sind Münninghoffs Beschreibungen dieses merkwürdigen Deutschlands während des Krieges und danach, weil sie sowohl auf dem deutschbaltischen Erbe der der Familiengeschichte beruhen aber zugleich auch aus der distanzierten Perspektive dessen, der nach Ende des Krieges in einem Nachbarland aufgewachsen ist.

Nicht weniger interessant ist natürlich die Beschreibung des Innenlebens einer Familie, die schnell sehr reich geworden ist und letztlich doch wieder alles verlor und daran scheiterte, das Erbe der nächsten Generation mitzugeben.

Das alles erzählt Münninghoff in angenehmem, immer wieder selbstironischem Ton, der die Lektüre sehr unterhaltsam macht. Etwas schade finde ich, dass er sein eigenes Erwachsenenleben nur sehr grob skizziert und auf die Verknüpfungen mit den ausführlich vorgestellten Verwandten reduziert. Welche Auseinandersetzungen bedeutete es für ihn, seinen Weg in den Journalismus zu gehen? Wie viel bewusste Abkehr von der Familie war dafür notwendig und möglich? Je dichter die Familiengeschichte an sein eigenes Erwachsenenleben heranrückt, desto weniger gibt er preis. Dies mag auch dem Selbstschutz geschuldet sein. Ich hätte das durchaus spannend gefunden.

Andererseits schreibt zwar das Leben, so will es das Klischee, die spannendsten Geschichten. Aber das Leben passiert trotzdem doch eher selten in Romanform, so dass willkürliche Beschränkungen unumgänglich sind.

Kurz und gut: Was Alexander Münninghoff zu erzählen hat und die Art, wie er das kann und auch macht, ist unterhaltsam, interessant, spannend, erschütternd – und ganz sicher lesenswert!

Dank sage ich dem C.H. Beck Verlag, von dem ich einmal mehr ein kostenloses Leseexemplar erhalten habe. ;)

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Mittwoch, 15. August 2018

Kathrin Glösel/ Hanna Lichtenberger: Unbeugsam & unbequem. Debatten über Handlungsräume und Strategien gegen die extreme Rechte



"Die Zustimmung zu autoritärer politik steigt, rechtsextreme Parteien sind im Aufwind während Kader der 'Identitären' Netzwerke bilden und Einfluss auf Diskurse und Politik nehmen. Diesen Entwicklungen zuzusehen, ist für viele unerträglich. Die Fragen, die wie uns wie viele andere stellen, sind: Was tun? Wie reagieren, wie selbst Bilder erzeugen? Richten Demonstrationen etwas aus? Können gut recherchierte Texte aufklären? Wie sollte politische Bildungsarbeit funktionieren, damit Jugendliche wie auch Erwachsene über ihre eigenen Werte nachdenken? [...] Dieses Buch ist also kein Theorie- und kein Sammelband, sondern ein Debattenbuch, das an Praxen und Alltagserfahrungen anknüpft." (Umschlagtext)

Gut, dass neben dem Gefühl der Überforderung durch all die Umbrüche um uns herum auch das Fragen nach Zusammenhängen und der Bedarf nach Austausch und Debatte wieder so stark zugenommen haben. Gar nicht so leicht, da den Überblick zu behalten. ^^

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Dienstag, 14. August 2018

Andrej Platonow: Tschewengur. Die Wanderung mit offenem Herzen



"Don Quijote und Sancho Pansa durchstreifen die Steppe Südrusslands: Sascha Dwanow hat als Heizer an den Kämpfen der Roten Armee gegen die Weissen teilgenommen. Kopjonkin ist auf dem Ross 'Proletarische Kraft' unterwegs, auf der Suche nach dem Grab Rosa Luxemburgs, in deren Namen er Heldentaten begehen will. Soll das, was ihnen unterwegs begegnet, die Verwirklichung der sozialistischen Idee sein? Erst nach der Trennung von Kopjonkin kommt Sascha auf die richtige Spur. In der Steppenstadt Tschewengur sein der Kommunismus bereits angebrochen sein." (Verlagstext)

Wie viele sowjetische Autor*innen es zu entdecken gibt, deren Werke verboten, zensiert und fast vergessen waren ...

Das Werk von 1930 erschien gerade in einer überarbeiteten Übersetzung. Suhrkamp hat mal wieder Exemplare verlost, und ich darf mich freuen. Yeah und danke! 😊🤗

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Montag, 13. August 2018

Jonathan Safran Foer: Hier bin ich



"Die Stimmung bei Julia und Jacob Bloch ist angespannt. Der älteste Sohn Sam bemüht sich redlich, von der Schule zu fliegen, Großvater Isaac weigert sich, ins Seniorenheim zu gehen, und der senile Familienhund Argus müsste endlich eingeschläfert werden. Kurz bevor die gesamte Verwandtschaft aus Israel eintrifft, um Sams Bar Mizwa zu feiern, entdeckt Julia auf dem Handy ihres Mannes unzweideutige Nachrichten an eine andere Frau. Während die Blochs in Washington D.C. auf ein Familiendrama zusteuern, braut sich im Nahen Osten eine Katastrophe mit globalen Folgen zusammen, die Jacob mit der Frage nach seiner jüdischen Identität konfrontiert." (Verlagstext)

Mmh, ich muss ja gestehen, dass ich den Verlagstext ziemlich öde und uninspiriert finde. Ein Glück, dass ich mir bei dem Autor recht sicher bin, dass der Roman schon gelungen sein wird. ^^ Ansonsten ist dem Titel ja irgendwie auch nix hinzuzufügen! 😉

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Sonntag, 12. August 2018

Markus Metz/ Georg Seeßlen: Kapitalistischer (Sur)realismus. Neoliberalismus als Ästhetik



"Der Neoliberalismus bringt nicht nur ökonomische Krisen, Kriege und Finanzmarkt-Crashs hervor - er verändert auch die kulturelle und politische Ordnung. Ausgedient hat der kapitalistische Realist, der dass System vernünftig und Kapitalismuskritiker romantisch findet; der zwar über 'Gutmenschen' spottet, aber doch auch gern spendet, wenn ein Popstar mal wieder zur Rettung des Regenwaldes aufruft. Zu seinem Wesen gehört es, dass er sich Refugien der Regression und der Moral schafft.
Mittlerweile hat ihn der kapitalistische Surrealist abgelöst." (Umschlagtext)

Kann man doch mal gut lesen, während man im hippen Berlin zum Sonntag bruncht und mit der Zeitung, in der es einen Vorabruck aus eben jenem Buch gibt, diese nervigen Wespen vom Croissant wegwedelt. ^^

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Freitag, 10. August 2018

Hamid Sulaiman: Freedom Hospital



"Syrien im Frühling 2012: Yasmin und die Journalistin Sophie sind über die Türkei eingereist. Sie sind auf dem Weg zum 'Freedom Hospital', einem Untergrund-Krankenhaus, in dem verwundete Rebellen versorgt werden. Der syrische Bürgerkrieg hält bereits ein Jahr an, und die Behandlung Verletzter ist schwierig, gefährlich und teuer." (Umschlagtext)

In der ursprünglich im Hanser Verlag erschienen Graphic Novel stellt Hamid Sulaiman die Geschichten verschiedener Menschen vor, deren Leben mit den Kämpfen und den Auswirkungen des Bürgerkriegs verknüpft sind.

Während die Berichte aus Syrien schon so sehr zum Alltag geworden sind, dass wir sie kaum mehr wahrnehmen, lohnt es sich ganz sicher, noch einmal zurück zu schauen.

Gut finde ich, dass die Bundeszentrale für politische Bildung zunehmend auch Comics als Lizenzausgaben herausgibt. Sehr erschwinglich, auch wenn die die Aufmachung das Herz von Comicfreunden natürlich eher nicht höher schlagen lässt. ^^ Wichtiger erscheint mir hier, dass mehr Menschen Comics jenseits von bunten Heftchen kennenlernen können.

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Donnerstag, 9. August 2018

Robert McKee: Dialog. Wie man seinen Figuren eine Stimme gibt - Ein Handbuch für Autoren



"Egal, wie aufwendig die Inszenierung eines Theaterstücks auch ist, wie lebendig die Schilderung eines Romans und wie opulent die Kameraführung eines Films: Die tiefgreifende Komplexität, die Ironie und das 'Innere' der Story werden durch die Figurenrede geformt. Ohne ausdrucksvolle Dialoge verlieren die Geschehnisse an Tiefe, die Figuren werden eindimensional, die Story verflacht ... Als eine Art Navigationssysten für Schreibende möchte das vorliegende Buch den Anfängern eine Anleitung sein und den Verwirrten neue Wege weisen." (Umschlagtext)

Ohne Zweifel genauso lesenswert wie das Buch zu den Prinzipien des Drehbuchschreibens "Story" vom gleichen Autor.

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Dienstag, 7. August 2018

Walter Moers: Ensel und Krete. Ein Märchen aus Zamonien



"Der Große Wald. Buntbären. Fhernhachenzwerge. Ein gemeingefährlicher Laubwolf. Unsterbliche Sternenstauner. Ehrgeizige Erdgnömchen. Ein unberechenbarer Stollentroll. Die Mythenmetzsche Abschweifung. Kokette Elfenwespen. Geheimbären. Eine Waldspinnenhexe. Blutsaugende Fledertratten. Weinende Bäume. Sprechende Pflanzen. Tanzende Pilze. Leuchtende Ameisen. Doppelköpfige Wollhühnchen. Dreiäugige Schuhus. Ein sehr alter Meteor. Schreckliche Spannung. Grausamste Bosheit. Goldener Humor. Feinste zamonische Hochliteratur. Um nur das Gröbste zu sagen." (Umschlagtext)

Bestes Reiseziel 2018: Zamonien! 🤩😍

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