Sonntag, 8. Februar 2026

Ulli Lust: Die Frau als Mensch. Am Anfang der Geschichte


„Stolze Hüften aus Knochen, Stein, gebranntem Ton – wir nennen sie Göttinnen, doch wer oder was waren sie wirklich?

In Büchern über die Steinzeit sehen wir vorrangig Männer beim Jagen, Feuersteinschlagen oder Höhlenbemalen. Die meisten Menschenbilder aber, die uns von Eiszeitmenschen selbst hinterlassen wurden, zeigen Frauen. Was waren das für Gesellschaften, die sie und ihr Geschlecht so zentral und ohne Scham darstellten?

In ihrem groß angelegten Sachcomic geht Ulli Lust zurück zu den Anfängen der Kunst und lotet die Bedeutung der Empathie für das Überleben unserer Spezies aus. Rund um die archaisch-weiblichen Figuren entfaltet sich eine vergessene Welt, in der die Heldenreise Gruppensache war, die nur gemeinsam bestanden werden konnte.“ (Umschlagtext)

Mir kamen in letzter Zeit ja schon häufiger Arbeiten unter, die neueste archäologische und soziologische Studien enthielten, um das Bild unserer Ur- und Frühgeschichte neu zu justieren. Dazu gehört das Aufräumen von heute gängigen gesellschaftlichen Vorstellungen und dem Gefühl, diese seien naturgegeben und schon immer so gewesen. Ob es das Verhältnis von Arm und Reich, von Stärke und Schwäche oder eben auch das Verhältnis von Mann und Frau (und allem dazwischen) angeht.

Vollkommen folgerichtig schlägt sich das auch im Medium Comic zum Beispiel mit diesem Band von Ulli Lust nieder. Und das Beste, noch bevor ich diesen Sachcomic lesen konnte, der zweite Band erscheint noch in diesem Monat. 😊

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