Montag, 19. Januar 2026

Daniel Marwecki: Die Welt nach dem Westen. Über die Neuordnung der Macht im 21. Jahrhundert


„Die jahrhundertelange Dominanz des Westens ist zu Ende. Daniel Marwecki beschreibt die Welt, wie sie sich gerade vor unseren Augen verändert.

In den Trümmern der Kriege in Gaza und der Ukraine zeichnen sich die Konturen einer neuen Welt ab. Donald Trump ist der westliche Abstiegsmanager, der die USA von einem Imperium zurück in einen Nationalstaat verwandelt – zum Leidwesen eines traurigen Europas, das ahnungslos in die neue, multipolare Welt hineinstolpert. Im Schatten all dessen entfaltet die Dekolonisation – verspätet -ihre Wirkung.“ (Umschlagtext)

Liest man nur die Schlagzeilen, könnte man sich endlos in den einzelnen Krisen, Katastrophen, Kriegen, Auseinandersetzungen und Entwicklungen verlieren. Ist es da ein Wunder, dass selbst die hartgesottensten Politikjunkies inzwischen getrieben scheinen von der Ohnmacht angesichts einer kaum noch zu begreifenden Komplexität? Und ist es gemessen daran nicht mehr als nachvollziehbar, dass ganz individuell die Weltlage ebenso wie die persönliche Situation kaum noch zu fassen, geschweige denn beherrschbar scheint?

Ich möchte darauf vertrauen, dass manchmal der Schritt zurück, der Blick aufs große Ganze hilfreich sein kann, um zu sortieren, zu gewichten, für Kontext und Verständnis. Immerhin geht es uns doch allen darum, Handlungsoptionen und damit ein Gefühl von Selbstwirksamkeit im Kleinen, wie im Großen zu gewinnen.

Ich bin also gespannt, ob dieses Buch dabei ein wenig helfen kann. 😊

„Der Westen hat Angst vor seinem Abstieg. Diese Angst ist nicht neu, aber sie ist berechtigt. Längst lassen sich Staaten wie Indien, Südafrika, Brasilien, Indonesien und Saudi-Arabien nicht mehr auf die hinteren Plätze verweisen. In China finden sie eine mächtige wirtschaftspolitische Alternative. Den USA ist der chinesische Aufstieg längst unheimlich geworden. Mit Russland suchen sie einen Schulterschluss über Europa hinweg – das endlich lernen muss, eigenständig und geschlossen zu handeln. Der Politikwissenschaftler Daniel Marwecki versucht in seinem Buch, die Umbruchsmomente und Katastrophen der Gegenwart einzukreisen und potenzielle Zukünfte zu ertasten.“ (Klappentext)

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