Dienstag, 20. Januar 2026

Rebecca F. Kuang: Babel


„Ein außergewöhnlicher Roman rund um die Schönheit von Sprache und die Grausamkeit von Kolonialismus.

1836. Oxford ist das Zentrum allen Wissens und Fortschritts in der Welt. Denn dort befindet sich Babel, das königliche Institut für Übersetzung, der Turm, von dem die ganze Macht des Britischen Weltreiches ausgeht. Zusammen mit dem Inder Ramy, der Haitianerin Victoire und der Britin Letty studiert der aus China stammende Robin Swift mit Begeisterung die feinen Unterschiede zwischen den Sprachen. Doch der wahrgewordene Traum entfaltet schon bald seinen Schrecken. Denn was bloße Forschung zu sein scheint, ist mit der Unterwerfung ganzer Länder verbunden. Aber wie gegen ein Imperium kämpfen?“ (Umschlagtext)

Beim Internationalen Literaturfestival in Berlin im letzten Jahr platzte die Lesung mit Rebecca F. Kung förmlich aus allen Nähten. Toll daran war es zu sehen, wie viele eher jüngere Menschen die Autorin anzuziehen vermochte. Bei Literaturveranstaltungen ist das ja nun nicht zwingend so. Aber etwas Hype gehört natürlich auch hier dazu.

Einen Roman (Yellowface) hab ich inzwischen schon gelesen und konnte mich davon überzeugen, dass sie ihr Handwerk versteht. Auf die Mischung aus Geschichte und Magie vor dem Hintergrund des westlichen Kolonialismus bin ich tatsächlich sehr gespannt – und durchaus bereit für den Hype. Mal schauen, ob der auch bei mir so zündet. 😊

„Kanton, China, 1828. Nachdem seine Mutter an Cholera stirbt, wird Robin Swift von dem geheimnisvollen Professor Lovell nach London gebracht. Dort lernt der Junge jahrelang Latein, Altgriechisch und Chinesisch, um sich auf den Tag vorzubereiten, an dem er ins Königliche Institut für Übersetzung der Universität Oxford – auch bekannt als Babel – aufgenommen werden soll. Für Robin erfüllt sich ein Traum: Er wird an dem Ort studieren, der die ganze Macht des britischen Empire verkörpert. Denn in Babel wird nicht nur Übersetzung gelehrt, sondern auch Magie. Das Silberwerk – die Kunst, die in der Übersetzung verloren gegangene Bedeutung mithilfe von verzauberten Silberbarren zu manifestieren – hat den Briten unvergleichlichen Einfluss beschert, große Teile der Welt sind Kolonien des Empires.
Für Robin und seine Freunde steht Oxford für das Streben nach Wissen. Doch Wissen gehorcht Macht, und Robin erkennt allmählich, dass Babel zu dienen Verrat an seinem chinesischen Mutterland bedeutet. Im Laufe seines Studiums gerät Robin zwischen Babel und den zwielichtigen Hermes-Bund, eine Organisation, die die imperiale Expansion stoppen will. Als Großbritannien einen ungerechten Krieg mit China um Silber und Opium führt, muss Robin sich für eine Seite entscheiden.“(Verlagstext)

(Übersetzung: Heide Franck/ Alexandra Jordan)

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