„Die freundliche Revolution
Was für ein Comeback:
Mit dem Austritt ihrer umstrittenen Frontfrau Sahra Wagenknecht schien der
Abstieg der Linkspartei besiegelt. Doch zur Bundestagswahl im Februar 2025
kehrte sie mit neuem, charismatischen Spitzenpersonal, markigen
sozialpolitischen Forderungen und klarer Kante gegen die AfD auf die politische
Bühne zurück.
Wofür stehen Heidi
Reichinnek, Ines Schwerdtner und Jan van Aken genau? Wird die von ihnen
ausgerufene ‚revolutionäre Freundlichkeit‘ trotz innerparteilicher Querelen
rund um Reizthemen wie Israel, Ukraine und Nato-Mitgliedschaft Bestand haben?
Wie verträgt sich linke Systemkritik mit dem Wunsch nach Regierungsbeteiligung?
In einer entscheidenden Phase deutscher Politik zeichnet der renommierte Journalist Daniel Bax das eindringliche Porträt einer schillernden Partei, die sich zwischen alten Konflikten, TikTok und Klassenkampf neu erfindet.“ (Umschlagtext)
Wie es sich anfühlt, in einer Partei im Umbruch zu arbeiten, deren Mitgliederzahlen sich binnen eines Jahres mehr als verdoppelt zu haben, das erlebe ich live und hautnah. Spannend ist natürlich umso mehr, wie das andere wahrnehmen.
Wenn ich bisher Bücher oder Texte über die Linke gelesen habe, die nicht aus der Partei kamen, hatte ich oft das Gefühl, dass das wenig mit der Organisation zu tun hat, die ich kenne. Andererseits hab ich auch noch keine so lange Phase erlebt, in der die öffentliche Wahrnehmung und Berichterstattung der Linken gegenüber doch deutlich weniger grundsätzlich ablehnend wirkte. Also, seien wir mal gespannt, was in diesem Buch berichtet und analysiert wird. 😉
„‘Die Linke hat ein
Comeback hingelegt, das ihr kaum jemand zugetraut hätte. Im Wahlkampf
konzentriert sie sich auf sozialpolitische Klassiker: Mietendeckel, Kampf gegen
steigende Preise, gerechte Umverteilung. Von Gendersternchen und
Transgendertoiletten ist dagegen kaum noch die Rede. Auch andere Reizthemen wie
Migrations-, Klima- und Außenpolitik rückt die Linke bewusst nicht nach vorn.
Das ist ein Erfolgsrezept, doch Konfliktpotential bleibt. In ihrem aktuellen
Programm spricht sie dich Partei nach wie vor für eine Auflösung der Nato sowie
für ‚eine europäische Sicherheitsarchitektur‘ in Zusammenarbeit mit Russland
aus. Die Frage ist, wie realistisch und zeitgemäß solche Konzepte heute noch
sind. Bis 2027 will die Linke ihr Grundsatzprogramm überarbeiten. Es dürften
ihr spannende Diskussionen ins Haus stehen.‘ Daniel Bax“ (Klappentext)

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