Samstag, 4. April 2026

Uné Kaunaité: 2084


„In einer nahen Zukunft verbringen Menschen ihr Leben fast vollständig in der virtuellen Realität ‚Bubble‘. Die Grenzen zwischen Wahrheit, Erinnerung und Programmierung lösen sich auf. Kajus, ein stiller Beobachter dieser perfektionierten Welt, sucht nach dem, was noch echt ist: Gefühle, Nähe, Freundschaft – jenseits von Datenströmen, die Glück nur simulieren. Mit kühler Klarheit und philosophischer Tiefe erzählt Uné Kaunaité von Liebe und Verlust im digitalen Zeitalter und fragt, was geschieht, wenn künstliche Intelligenz beginnt, unsere Geschichte zu schreiben – und über unser Leben zu bestimmen. Ein Roman zwischen Dystopie und Liebesgeschichte, der George Orwells ‚1984‘ hundert Jahre später weiterdenkt – in einer Welt totaler Überwachung, algorithmischer Sehnsucht und emotionaler Simulation.“ (Umschlagtext)

In die Lesung und Buchvorstellung dieses Bandes bin ich auf der #lbm26 eher zufällig hineingestolpert und war angetan. Nicht, dass ich den #mitteldeutschenverlag als Hort von #sciencefiction auf dem Schirm gehabt hätte – aber es fällt schon auf, die gehäuft Geschichten aus der nahen Zukunft derzeit veröffentlicht werden. Utopien sind die wenigsten davon.

Es soll ja Zeiten gegeben haben, in denen die Menschen voller Lebenshunger begierig auf all das waren, was die vor ihnen liegende Zukunft so an Möglichkeiten bereithielt. Kann sich da noch jemand dran erinnern, und wann ist uns das eigentlich so gründlich abhandengekommen?

(Übersetzung: Markus Roduner)

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Freitag, 3. April 2026

Nicholas Potter: Die neue autoritäre Linke. Eine akute Bedrohung für die demokratische Gesellschaft


„Über eine Linke, die den Terror feiert

Sie gibt sich progressiv, tritt aber seit dem Angriff der Hamas auf Israel zunehmend demokratiefeindlich auf: die neue autoritäre Linke. Mit dogmatischem Eifer deutet sie radikalislamische terroristische Gewalt zum dekolonialen Widerstand um. Propaganda und Desinformation autokratischer Regimes oder zweifelhafter ‚Alternativmedien‘ nimmt sie bereitwillig auf. Wer widerspricht, gilt schnell als Feind, gegen die Presse schürt sie Hass – bis hin zu Mordaufrufen.
Der Journalist Nicholas Potter gibt durch investigative Recherchen und seine persönliche Geschichte Einblicke in das Innerste dieser Bewegung. Er deckt das Netz der neuen autoritären Linken auf, zeigt, wie sie agiert, und fragt: Sind wir darauf vorbereitet?“ (Umschlagtext)

Dann kommen wir mal zur Ausbeute von den diesjährigen #lbm26 😉

Einer Buchvorstellung konnte ich im #tazstudio auf der Messe schon etwas lauschen. Es war rammelvoll und schwer, einen Platz mit guter Akustik zu ergattern. ^^

Klar war mir aber schon, dass im Ringen darum, all den gesellschaftlich-politischen Polarisierungen zum Trotz, Demokratie und demokratische Errungenschaften nicht aufs Spiel zu setzen, auch die Notwendigkeit besteht, Entwicklungen auf allen Seiten zu verfolgen. Natürlich ist das unangenehmer auf der eigenen Seite. Also auf zur Aua-Lektüre. 😉

„Feindeslisten, Fahndungsplakate, Mordaufrufe – die neue autoritäre Linke agiert immer bedrohlicher. Radikalisiert durch den Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 und den Krieg in Gaza, stellt sie auch nach dem Waffenstillstand in Nahost eine Gefahr für die demokratische Gesellschaft dar.
Getrieben von einem unerbittlichen Freund-Feind-Denken und tiefsitzendem Antisemitismus, verklärt sie islamistische Terrorgruppen wie die Hamas, die Hisbollah und die Huthis zu revolutionären Verbündeten im Kampf gegen den westlichen Imperialismus.

Auf Demonstrationen, an Hochschulen, in den sozialen Medien und in linken Subkulturen ist diese Radikalisierung bereits deutlich spürbar. Und sie gefährdet zunehmend die freie Presse. Der Journalist Nicholas Potter, selbst ins Fadenkreuz dieser Szene geraten, zeichnet auf Basis seiner persönlichen Erfahrung und packender Investigativrecherchen ein eindrückliches Bild der neuen autoritären Linken: ihrer Akteure, ihrer Netzwerke, ihrer Ideologie – in Deutschland und darüber hinaus.

Ein eindringlicher Weckruf an die demokratische Gesellschaft, gegenüber jeglicher Form autoritären Denkens und politischen Extremismus wachsam zu sein.“ (Klappentext)

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