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Freitag, 3. April 2026

Nicholas Potter: Die neue autoritäre Linke. Eine akute Bedrohung für die demokratische Gesellschaft


„Über eine Linke, die den Terror feiert

Sie gibt sich progressiv, tritt aber seit dem Angriff der Hamas auf Israel zunehmend demokratiefeindlich auf: die neue autoritäre Linke. Mit dogmatischem Eifer deutet sie radikalislamische terroristische Gewalt zum dekolonialen Widerstand um. Propaganda und Desinformation autokratischer Regimes oder zweifelhafter ‚Alternativmedien‘ nimmt sie bereitwillig auf. Wer widerspricht, gilt schnell als Feind, gegen die Presse schürt sie Hass – bis hin zu Mordaufrufen.
Der Journalist Nicholas Potter gibt durch investigative Recherchen und seine persönliche Geschichte Einblicke in das Innerste dieser Bewegung. Er deckt das Netz der neuen autoritären Linken auf, zeigt, wie sie agiert, und fragt: Sind wir darauf vorbereitet?“ (Umschlagtext)

Dann kommen wir mal zur Ausbeute von den diesjährigen #lbm26 😉

Einer Buchvorstellung konnte ich im #tazstudio auf der Messe schon etwas lauschen. Es war rammelvoll und schwer, einen Platz mit guter Akustik zu ergattern. ^^

Klar war mir aber schon, dass im Ringen darum, all den gesellschaftlich-politischen Polarisierungen zum Trotz, Demokratie und demokratische Errungenschaften nicht aufs Spiel zu setzen, auch die Notwendigkeit besteht, Entwicklungen auf allen Seiten zu verfolgen. Natürlich ist das unangenehmer auf der eigenen Seite. Also auf zur Aua-Lektüre. 😉

„Feindeslisten, Fahndungsplakate, Mordaufrufe – die neue autoritäre Linke agiert immer bedrohlicher. Radikalisiert durch den Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 und den Krieg in Gaza, stellt sie auch nach dem Waffenstillstand in Nahost eine Gefahr für die demokratische Gesellschaft dar.
Getrieben von einem unerbittlichen Freund-Feind-Denken und tiefsitzendem Antisemitismus, verklärt sie islamistische Terrorgruppen wie die Hamas, die Hisbollah und die Huthis zu revolutionären Verbündeten im Kampf gegen den westlichen Imperialismus.

Auf Demonstrationen, an Hochschulen, in den sozialen Medien und in linken Subkulturen ist diese Radikalisierung bereits deutlich spürbar. Und sie gefährdet zunehmend die freie Presse. Der Journalist Nicholas Potter, selbst ins Fadenkreuz dieser Szene geraten, zeichnet auf Basis seiner persönlichen Erfahrung und packender Investigativrecherchen ein eindrückliches Bild der neuen autoritären Linken: ihrer Akteure, ihrer Netzwerke, ihrer Ideologie – in Deutschland und darüber hinaus.

Ein eindringlicher Weckruf an die demokratische Gesellschaft, gegenüber jeglicher Form autoritären Denkens und politischen Extremismus wachsam zu sein.“ (Klappentext)

#lesefrühling #sachbuch #nicholaspotter #dtv #politik #linke #antisemitismus #autoritärismus #radikalisierung #bewegung #polbil #trainerlife #lesen #leselust #lesenswert #leseratte #bücher

Samstag, 28. Februar 2026

Barbara Kingsolver: Demon Copperhead


„Ein Trailer in den Wäldern Virginias, dem Land der Tabakfarmer und Schwarzbrenner, der Hillbilly-Cadillac-Stoßstangenaufkleber an rostigen Pickups. Hier kommt Demon Copperhead zur Welt – die Mutter ist noch ein Teenie und frisch auf Entzug, der Vater tot. Ein Junge mit kupferroten Haaren und großer Klappe, der sich trotz allem nicht unterkriegen lässt. Dies ist seine Geschichte, erzählt in seinen Worten, unbekümmert, vorwitzig, von übersprudelnder Lebenskraft. Ein mitreißender Roman über ein Leben auf Messers Schneide, in dem in jedem Moment Hoffnung aufscheint.“ (Umschlagtext)

Lange bin ich um die Hardcover-Ausgabe rumgeschlichen und konnte bei Erscheinen der Taschenbuchausgabe nun nicht mehr widerstehen. 😉

Ein wenig erinnnert die Beschreibung an den autobiografischen Roman des aktuellen US-Vize-Präsidenten J.D. Vance. Ich hoffe inständig, das diese Story mehr hermacht, nachdem mich die Geschichte von Vance enttäuscht zurückgelassen hatte.

Jetzt mal wieder so richtig lange Lese-Winterabende … 😉

„‘Erst mal musste ichs schaffen, auf die Welt zu kommen.‘ So beginnt die Geschichte von Damon Fields – auf dem Fußboden eines Trailers, geboren von einer Mutter im Teenageralter, die sich für das Ereignis mit Whiskey und Pillen gewappnet hat. Seine vorlaute Art bringt ihm bald den Spitznamen Demon ein; die roten Haare, das Einzige, was ihm der tote Vater auf den Lebensweg mitgab, erklären das Copperhead. Demon wächst in Lee County, Virginia, auf, der ‚Welthauptstadt der Lose-Lose-Situation‘: stillgelegte Kohlebergwerke und heruntergekommene Farmen, dazwischen Fastfoodketten, Tankstellen und Perspektivlosigkeit. Mit elf Jahren gerät Demon in die Mühlen der Kinderfürsorge, erlebt Hunger, Vernachlässigung, Ausbeutung, flüchtige Momente des Glücks und unvorstellbare Tragödien; bewahrt sich trotz allem seinen Mut, seine Verletzlichkeit und Hoffnung.
Seine Odyssee durch die abgehängte, von Armut und Drogen verheerte Provinz der Appalachen erzählt von einem Amerika, wie wir es kaum kennen – und, auf der Vorlage von Charles Dickens´ ‚David Copperfield‘, von einer ganzen verlorenen Generation. Barbara Kingsolvers Roman über ein Leben gegen alle Widerstände wurde zum Weltbestseller und u.a. mit dem Pulitzer Prize und dem Women´s Prize for Fiction ausgezeichnet.“ (Verlagstext)

(Übersetzung: Dirk van Gunsteren)

#lesewinter #roman #barbarakingsolver #dtv #usa #virginia #hillbilly #armut #hoffnung #gesellschaft #comingofage #lesen #leselust #leseratte #bücher #literatur

Sonntag, 15. Juni 2025

Philipp Blom: Die Unterwerfung. Anfang und Ende der menschlichen Herrschaft über die Natur


„Woher kommt die Obsession, der Mensch müsse die Natur beherrschen? Philipp Blom verfolgt in seiner Universalgeschichte über die Unterwerfung der Natur den Ursprung einer Idee, die den Planeten an den Rand des Abgrunds getrieben hat.“ (Umschlagtext)

Mal wieder sind es Tage, an denen sich der Blick aufs Große und Ganze oder auf eine Universalgeschichte ein wenig wie Eskapismus anfühlt. Vielleicht steckt da ja auch ein Körnchen Wahrheit drin. Andererseits sind die Klimakrise und all das, was die Menschen der Erde und der Natur und damit sich selbst antun ja nicht weg, nur weil im Hier und Jetzt dramatische und schlimme Dinge passieren.

Möglicherweise braucht es ja zum Verständnis des Heute auch den Blick zurück, um wenigstens dein Hauch einer Idee entwickeln zu können, wie es mal wieder besser werden könnte. Oder die Hoffnung in die Menschheit nicht ganz zu verlieren.

„‘Macht euch die Erde untertan‘: Vor rund 3000 Jahren legte der Autor der Genesis seinem Schöpfer diesen Satz in den Mund. Damit war die Idee geboren, dass der Mensch eine Sonderstellung auf der Erde einnimmt und deren Ressourcen rücksichtslos ausbeuten darf. Sie war so stark, dass sie sich über den ganzen Planeten verbreitete. Wer sich ihr widersetzte, bekam es mit Kolonisatoren und Geschäftemachern zu tun, die sich auf angeblich höhere Wesen beriefen. In seiner Universalgeschichte der Umwelt erzählt Philipp Blom die Geschichte der Unterwerfung der Natur, deren Konsequenzen die Menschheit heute an den Rand des Abgrunds führen. Nur wenn sie sich von dem Wahn befreit, über der Natur zu stehen, bleibt ihr die Chance, zu überleben.“ (Verlagstext)

#lesefrühling #sachbuch #philippblom #dtv #universalgeschichte #menschheit #natur #erde #weltretter #trainerlife #polbil #lesen #leselust #leseratte #bücher

Sonntag, 23. Juni 2024

Eugen Ruge: Pompeji


„War der Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. ein unvorhergesehenes Ereignis, oder gab es Hinweise und Vorzeichen? In Eugen Ruges Pompeji redet man über den Vulkan, streitet, hofft, opfert dem Feuergott, sorgt sich um Wirtschaft und Besitz – bis es zu spät ist.

‚Pompeji‘ ist eine schillernde Parabel über Verführbarkeit, Macht und Politik. Eine fulminant erzählte Zeitreise in eine ferne Vergangenheit, in sich Heutiges erkennen lässt – vom Autor der Bestseller ‚In Zeiten des abnehmenden Lichts‘ und ‚Metropol‘.“ (Umschlagtext)

Angesichts der herannahenden Katastrophe dumme Entscheidungen zu treffen – im Film zumindest, geht es ja dann doch oft gut aus. Die Menschheitsgeschichte ist dagegen eher voll von Fällen, wo kurzsichtige, ignorante und selbstsüchtige Entscheidungen in die Katastrophe, wenn nicht in den Untergang führen.

Auch wenn wir als Menschheit offenbar eher nicht so sehr aus Vergangenem zu lernen scheinen, ist das stete Befragen der Gegenwart anhand von historischen Ereignissen keine schlechte Idee und oft genug als Erzählstoff auch noch unterhaltsam. Der vorliegende Band wird mich sicher nicht enttäuschen. 😊

#lesesommer #roman #eugenruge #dtv #italien #antike #pompeji #vesuv #macht #ignoranz #katastrophe #gesellschaft #lesen #leselust #leseratte #bücher #literatur

Sonntag, 13. August 2023

André Aciman: Call me by your name. Ruf mich bei deinem Namen


(Übersetzung: Renate Orth-Guttmann)

„‘Später!‘ Das Wort, die Stimme, die Attitüde.“ (Seite 9)

Über die wundersame Anziehung, die Geschichten von jungen Menschen, Kinder oder Jugendliche, auf uns auszuüben scheinen, habe ich an dieser Stelle ja schon das eine oder andere Mal nachgedacht. Und ich kann mich dem ja auch nicht wirklich entziehen. Also, hier hätten wir die Verwirrungen rund um eine erste Liebe, Hormone und Sex und die Lektionen, die uns Enttäuschungen lehren. Da es sich hier um eine queere, bzw. schwule Liebesbeziehung handelt, geht es auch um Repräsentation. Voilá!

Die überaus erfolgreiche Verfilmung des Stoffes von 2017 dürfte auch dem Roman eine zusätzliche Aufmerksamkeit beschert haben, die er vermutlich zuvor nicht erfahren hatte. Auch ich wurde erst durch den Film auf das Buch aufmerksam. Wie so oft mochte ich den Film erst nach dem großen Hype darum sehen. Der Roman musste dann noch einmal eine ganze Weile warten, bis ich befand, das sei jetzt eine gute Sommerlektüre. Und einmal mehr mag ich den Lobeshymnen auf beides gar nichts absprechen.

Die Geschichte von Elio führt uns ins sommerlich träge Italien der 80er-Jahre. Wie jeden Sommer residiert der 17-Jährige mit seinen Eltern in einer alten, großen Villa am Meer. Elio wächst in einem akademischen Elternhaus auf, spielt Gitarre und Klavier, transkribiert Musik nach Gehör und hat philosophische, sprachwissenschaftliche, literarische Themen schon mit der Muttermilch aufgesogen. Jeden Sommer verbringt ein Doktorand einige Wochen als Gast in der Familie, um dem Vater bei Korrespondenzen etc. zur Hand zu gehen und um an den eigenen Forschungen weiterzuarbeiten. Für Elio ist das eine mitunter willkommene Abwechslung.

Oliver, ein junger Dozent aus den USA, ist mehr als willkommen. Der junge Elio entwickelt eine von Beginn an schon fast obsessive Faszination auf den Gast. Das Gefühlschaos verschlingt die Wochen, die der Besuch andauert, und wird ihn für sein weiteres Leben prägen.

Erinnert ihr euch noch an das erste Mal, das ihr diese unbenennbare Anziehung zu jemandem gespürt habt. Jedes Wort dieser Person verursachte ein Kribbbeln, die Stimme hätten wir unter tausenden sofort herausgehört, ein Blick konnte uns versteinern oder dahinschmelzen lassen. Niemals zuvor konnte eine Armbeuge, ein Halsansatz, die Hände – alles an dieser Person eben – so sehr den Blick fesseln, dass allein schon die Vorstellung einer Berührung alles knistern ließ. Das in etwa ist der Zustand, in dem Elio sich befindet. Ausnahmezustand. Alles ist auf Oliver ausgerichtet.

Ist der junge Amerikaner da, wiegt jede Geste, jedes Wort, jeder Blick tonnenschwer. Elio fühlt sich ungenügend, unbeachtet und ein Seitenblick reicht aus, um ihn alle Sonnenstrahlen dieser Welt zu bündeln und reine Seligkeit durch seine Adern zu pumpen.

Die Geschichte wäre aber nur halbherzig erzählt, wenn der ältere Elio, der die Geschichte erzählt, nicht auch von dem Hormonchaos berichten würde, in das das jüngere Ich stürzte. Der junge Mann will Oliver intellektuell beeindrucken, in seine Schranken weisen und fantasiert sich gleichzeitig in seine Arme, in sein Bett und kann gar nicht aufhören, sich alle möglichen Formen der Hingabe auszumalen. Allein Oliver bleibt die meiste Zeit über ein Mysterium, das Elio einfach nicht entschlüsseln kann.

Die Story wäre natürlich nur halb so fesselnd, wenn Elio bekäme, was er ersehnt, und dann würde dieser Zustand den Rest seines Lebens anhalten. Er muss sich folgerichtig dem stellen, was andere, seine Familie, Freunde oder Fremde wohl denken mögen. Und Elio muss zur Kenntnis nehmen und aushalten, dass Oliver noch ein anderes Leben führt. Eines, an dem er keinen Anteil hat.

Der Film endet hier, mit Elio, der vor dem Kamin kniet, durch die Kamera hindurchschaut, während seine Tränen von den Wangen in die Glut tropfen. Ein wehmütig wissendes Lächeln drängt sich in seine Miene.

Der Roman erzählt weit darüber hinaus. Zum Glück, auch wenn ich den Film vollkommen rund erzählt finde. Um denjenigen, die das Buch noch vor sich haben, nicht den Spaß zu rauben, spare ich mir hier den Spoiler.

André Aciman schreibt wirklich gut. Gleich zu Beginn empfand ich bei seiner Sprache eine ähnliche Irritation wie bei den ersten Bildern des Filmes. Es wirkte auf mich allzu ältlich. Spannenderweise wurde dieser Effekt sowohl beim Text als auch bei den Bildern des Filmes von Sequenz zu Sequenz, von Szene zu Szene plausibler.

Auch die sich auftuende Innenwelt von Elio erschien mir im ersten Moment allzu dramatisch, pathetisch, launenhaft. Aber auch hier gelang es Aciman, diese unheimlich intensive Phase im Leben eines jungen Menschen bestens in Worte und Szenen zu fassen. Genauso schwülstig, feucht verträumt und vieles mehr fühlte es sich doch schließlich früher einmal an. Also in meinem Früher. Ihr könnt jetzt still nicken, lächeln oder euch euren Teil denken. 😊

Und ja, zum Stichwort Repräsentation, natürlich hätte auch ich so etwas gern sehr viel früher in meinem Leben lesen wollen. Gegen das Gefühl, mit all diesem Chaos in Hirn, Bauch und Herz allein zu sein.

Kurz und gut: Noch einmal einen Sommer mit Elio und Oliver verbringen! Einfach lesen!

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Sonntag, 4. Dezember 2022

Min Jin Lee: Ein einfaches Leben


„Sunja und ihre Söhne leben als koreanische Einwanderer in Japan wie Menschen zweiter Klasse. Während sie versucht, sich abzufinden, fordern Noa und Mozasu ihr Schicksal heraus. Der eine schafft es an die besten Universitäten, den anderen zieht es in die Spielhallen der kriminellen Unterwelt der Yakuza.

Ein opulentes Familienepos über Liebe, Loyalität und die Suche nach der eigenen Identität – zeitlos und universell.“ (Umschlagtext)

Jaja, das steht wieder sowas wie Familienepos, zeitlos und es ist ein dickes Buch. Ehrlich – ich schaue schon trotzdem auf die Inhaltsangabe. Auch wenn der MM jetzt wieder lachen wird. Pffff, also wirklich. 😉

„Zwanzig Jahre Arbeit stecken in diesem großen, umwerfenden Buch, das in über zwanzig Ländern erschienen ist.
Sunja, Tochter eines Fischers, wird genau im falschen Moment schwach, bei genau dem falschen Mann. Um ihrer Familie keine Schande zu machen, verlässt sie Korea und bringt ihre Söhne Noa und Mozasu fernab der Heimat in Japan zur Welt. Koreanische Einwanderer, selbst in zweiter Generation, leben dort als Menschen zweiter Klasse. Während Sunja sich abzufinden versucht, fordern ihre Söhne das Schicksal heraus. Noa studiert an den besten Universitäten, Mozasu zieht es in die Pachinko-Spielhallen der kriminellen Unterwelt der Yakuza.
Ein opulentes Familienepos, mit leichter Hand erzählt. Zeitlos und universell.“ (Verlagstext)

(Übersetzung: Susanne Höbel)

#leseherbst #roman #minjinlee #dtv #korea #japan #einwanderer #klasse #gesellschaft #aufsteiger #familie #epos #lesen #leseratte #leselust #bücher #literatur

Sonntag, 28. August 2022

André Aciman: Call me by your name


„Überraschend trifft der siebzehnjährige Elio seine erste große Liebe: Oliver ist alles, was er will, von Anfang an. In einem kurzen Sommer zwischen Verlangen und Verzweiflung suchen zwei Menschen nach der absoluten Erfüllung.“ (Umschlagtext)

Natürlich habt ihr schon lange alle den Film gesehen und natürlich auch den Roman schon gelesen. Also der MM und ich haben mit viel Verspätung zumindest die Verfilmung endlich geschafft zu sehen. Jetzt bin ich gespannt, wie der Roman mit den Filmbildern im Kopf funktioniert. 😊

„Völlig überraschend trifft Elio seine erste große Liebe: Der Harvard-Absolvent Oliver ist für sechs Wochen bei Elios Familie an der italienischen Riviera zu Gast, wo er an einem Buch über Heraklit arbeitet. Oliver ist weltgewandt, intelligent und schön – er ist alles, was Elio will, vom ersten Moment an. Die Zuneigung ist gegenseitig, doch Schüchternheit und Unsicherheit veranlassen beide zur Zurückhaltung. Ein fast unerträgliches Spiel von Verführung und Zurückweisung beginnt. In einem kurzen Sommer zwischen Begehren und Verzweiflung, Obsession und Angst suchen zwei Menschen nach dem Augenblick in der absoluten Erfüllung.“ (Verlagstext)

(Übersetzung: Renate Orth-Guttmann)

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Sonntag, 14. November 2021

Min Jin Lee: Ein einfaches Leben

"Sunja und ihre Söhne leben als koreanische Einwanderer in Japan wie Menschen zweiter Klasse. Während sie versucht, sich abzufinden, fordern Noa und Mozasu ihr Schicksal heraus. Der eine schafft es an die besten Universitäten, den anderen zieht es in die Spielhallen der kriminellen Unterwelt der Yakuza.

Ein opulentes Familienepos über Liebe, Loyalität und die Suche nach der eigenen Identität - zeitlos und universell." (Umschlagtext)

"Zwanzig Jahre Arbeit stecken in diesem großen, umwerfenden Buch, das in über zwanzig Ländern erschienen ist.
Sunja, Tochter eines Fischers, wird genau im falschen Moment schwach, bei genau dem falschen Mann. Um ihrer Familie keine Schande zu machen, verläst sie Korea und bringt ihre Söhne Noa und Mozasu fernab der Heimat in Japan zur Welt. Koreanische Einwanderer, selbst in zweiter Generation, leben dort als Menschen zweiter Klasse. Während Sunja sich abzufinden versucht, fordern ihre Söhne das Schicksal heraus. Noa studiert an den besten Universitäten, Mozasu zieht es in die Pachinko-Spielhallen der kriminellen Unterwelt der Yakuza.

Ein opulentes Familienepos, mit leichter Hand erzählt. Zeitlos und universell." (Verlagstext)

Im Buchladen meines Vertrauens gesehen und schon liegt es auf meinem Lesestapel - verrückt. 🤓

(Übersetzung: Susanne Höbel)

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Mittwoch, 3. November 2021

James Baldwin: Giovannis Zimmer


"Dies ist die Geschichte von David und Giovanni und einer Liebe ohne Unschuld im Paris der Fünfzigerjahre. 'Giovannis Zimmer' gilt heute als Baldwins berühmtester Roman: ein Lebensbuch über die Liebe und ihre Demütigungen, mitreißend, glühend, ikonisch." (Umschlagtext)

"Im Paris der Fünfzigerjahre lernt David, ein amerikanische Expat, in einer Bar den reizend überheblichen, löwenhaften Giovanni kennen. Die beiden beginnen eine Affäre - und Verlangen und auch Scham brechen in David los wie ein Sturm. Dann kehrt plötzlich seine Verlobte zurück, und David bringt nicht den Mut auf, sich zu outen. Im Glauben, sich selbst retten zu können, stürzt er Giovanni in ein Unglück das tödlich endet.

Baldwin brach mit 'Giovannis Zimmer' 1956 gleich zwei eherne Tabus: Als schwarzer Schriftsteller schrieb er über die Liebe zwischen zwei Männern, zwei weißen Männern. Sein amerikanischer Verlag trennte sich daraufhin von ihm, seine Agentin mahnte, er solle das Manuskript verbrennen. Heute gilt 'Giovannis Zimmer' als Baldwins berühmtester Roman." (Klappentext)

Bei "Das musst du gelesen haben!" lächle ich ja oft milde und folge dann einfach meinem eigenen literarischen Entdeckungspfad weiter. Und dann gibt's da Freunde, die schenken ganz ohne diesen Satz ein Buch, und ich wundere mich, warum das bisher noch nicht auf meinem Lesestapel lag. Danke! 🥰😘

(Übersetzung: Miriam Mandelkow)

#leseherbst #roman #jamesbaldwin #dtv #Paris#Liebe #gay #gesellschaft #lesen #leselust#bücher #literatur

Sonntag, 22. September 2019

T.C. Boyle: Wassermusik



"Mungo Park, ein schottischer Forscher, reist Ende des achtzehnten Jahrhunderts nach Afrika, um den Verlauf des Niger zu erkunden. Als Dolmetscher steht ihm der Afrikaner Johnson zur Seite, den das Schicksal zeitweise in Londons beste Gesellschaft verschlagen hatte, bis er im Gefolge eines Duells in seinem Heimatkontinent verbannt wurde. Auf der Reise schließt sich den beiden Ned Rise an, lebenslanger Pechvogel und Trunkenbold, der auch immer wieder aufrappelt. Werden die drei Reisegefährten ihr Ziel erreichen? Auf der Tour de force sind außerdem dabei: Huren, Schläger, Kannibalen, Stammesfürsten und Glücksritter." (Verlagstext)

Ich bin gar nicht sicher, dass diese Beschreibung des Romanes mich überzeugt hätte, wenn mir nicht klar gewesen wäre, dass es sich um den ersten Roman von T.C. Boyle handelt. Nun ja, Jammern auf hohem Niveau. 😂🤓

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Freitag, 13. September 2019

Drago Jančar: Rauschen im Kopf



"Rauschen im Kopf: Das ist Symbol für dir Sehnsucht nach Freiheit und Menschlichkeit und gleichzeitig für den Willen zum - notfalls gewaltsamen - Widerstand gegen Zwang und Willkür. In der Livada, dem berüchtigtesten Gefängnis Jugoslawiens, ist Keber inhaftiert, der charismatische Held dieses Romans. Er hat in Vietnam zwischen den Toten geschlafen, die Ozeane überquert und die Generäle der Dominikanischen Republik das Fürchten gelehrt. Doch all das verblaßt vor den Ereignissen, die er in der Livada auslöst. Als ein Gefängnisaufseher aus Machthunger die Häftlinge daran hindern will, die Übertragung eines Basketballspiels im Fernsehen zu verfolgen, überfällt Keber das 'Rauschen im Kopf'. Er wird zum Initiator einer großen Gefängnisrevolte - und zu ihrem Anführer bis zum bitteren Ende." (Verlagstext)

Frühstücksgedeck mit Literatur aus dem Slowenischen. Und es klingt so passend fundamental zum bleigrauen Himmel über Berlin. 🤷‍♂️

#lesesommer #roman #dragojančar #dtv #jugoslawien #gefängnis #revolte #freiheit #menschlichkeit #macht #zwang #lesen #leselust #bücher #literatur

Samstag, 17. Dezember 2016

Montag, 17. Oktober 2016

Tom Rachmann: Aufstieg und Fall großer Mächte



Mmh ... "Ein großer Zeitroman über das, was wirklich zählt im Leben - Freundschaft, Liebe und Mut." (Umschlagtext)

Da darf ich doch jetzt gespannt sein, wie zutreffend das Lob der Cosmopolitan auf dem Cover sein wird. ^^

#leseherbst #roman #tomrachmann #dtv #zeitroman #dickesding #lesezeit

Samstag, 31. Oktober 2015