„In einer nahen Zukunft verbringen Menschen ihr Leben fast vollständig in der virtuellen Realität ‚Bubble‘. Die Grenzen zwischen Wahrheit, Erinnerung und Programmierung lösen sich auf. Kajus, ein stiller Beobachter dieser perfektionierten Welt, sucht nach dem, was noch echt ist: Gefühle, Nähe, Freundschaft – jenseits von Datenströmen, die Glück nur simulieren. Mit kühler Klarheit und philosophischer Tiefe erzählt Uné Kaunaité von Liebe und Verlust im digitalen Zeitalter und fragt, was geschieht, wenn künstliche Intelligenz beginnt, unsere Geschichte zu schreiben – und über unser Leben zu bestimmen. Ein Roman zwischen Dystopie und Liebesgeschichte, der George Orwells ‚1984‘ hundert Jahre später weiterdenkt – in einer Welt totaler Überwachung, algorithmischer Sehnsucht und emotionaler Simulation.“ (Umschlagtext)
In die Lesung und Buchvorstellung dieses Bandes bin ich auf der #lbm26 eher zufällig hineingestolpert und war angetan. Nicht, dass ich den #mitteldeutschenverlag als Hort von #sciencefiction auf dem Schirm gehabt hätte – aber es fällt schon auf, die gehäuft Geschichten aus der nahen Zukunft derzeit veröffentlicht werden. Utopien sind die wenigsten davon.
Es soll ja Zeiten gegeben haben, in denen die Menschen voller Lebenshunger begierig auf all das waren, was die vor ihnen liegende Zukunft so an Möglichkeiten bereithielt. Kann sich da noch jemand dran erinnern, und wann ist uns das eigentlich so gründlich abhandengekommen?
(Übersetzung: Markus Roduner)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen