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Freitag, 23. Juli 2021

Sartep Namiq/ Bruce Sterling/ Matthias Zuber/ Felix Mertikat: Temple of Refuge


 "Eine andere Welt ist möglich. Auf jeden Fall lässt sie sich zeichnen! Sartep ist auf der Suche nach einer Zukunft in der Fremde. Unterwegs zeichnet er die Wünsche der Menschen, die ihm begegnen. Doch als seine Bilder plötzlich Wirklichkeit werden, geschieht Unglaubliches: Der Traum von einer besseren Welt rückt in greifbare Nähe." (Umschlagtext)

"Über dieses Buch:
Im März 2016 kam der junge Kurde Sartep Namiq aus dem Irak nach Berlin. Er hoffte auf eine bessere Zukunft. Aber zunächst war das Leben in der Notunterkunft für geflüchtete Menschen in dem alten Flughafen Tempelhof eine Herausforderung. Zwölf Monate lang lebte er hier mit 900 anderen Menschen in einem Hangar. Wie würde s für ihn und die anderen weitergehen? Als er von dem Programm Neue Auftraggeber hörte, das Menschen dabei unterstützt, ungewöhnliche Projekte zu starten, kam ihm eine Idee: Er wollte, dass Künstler ein Comicbuch für ihn zeichnen, in dem sich die Unterkunft im Flughafen Tempelhof in eine fantastische Stadt verwandelt. Er wünschte sich eine Vision, eine Science-Fiction-Geschichte, in der alle Menschen zusammen eine bessere Welt erschaffen. Eine Welt, in der sich die Träume, die Wünsche und die Fähigkeiten aller frei entfalten können. Und so entstand dieses Buch - im Auftrag von Sartep Namiq. Viele Beteiligte haben daran mitgearbeitet, seine Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Sie alle haben einer Bildgeschichte Leben eingehaucht, die eine schönere und bessere gemeinsame Zukunft denkbar macht - und vielleicht sogar möglich." (Seite 80)

Dieser Comic ist ein Gemeinschaftsprojekt und obendrein mal keine Dystopie. Und der Erlös wird, so verspricht es ein Aufdruck, an Sea-Watch.org gespendet!

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Dienstag, 26. Januar 2021

Felix Mertikat/ Verena Klinke: Steam Noir. Das Kupferherz 4


„Ich empfehle mich, Herr Lerchenwald.“ (Seite 3)

 

Bei Comicserien passiert mir ja gern mal Folgendes: Ich lese die ersten ein, zwei Bände und bin begeistert. Also warte ich ungeduldig auf die weiteren Bände, bis die Serie mal komplett ist. Erst, wenn ich den letzten Band habe, lese ich dann die gesamte Serie. Und bei Comicserien kann es schon mal dauern, bis sie komplett sind. ;)

 

Bei „Steam Noir“ waren es nur vier Bände in fünf Jahren. Und der letzte Band ist auch noch gleich doppelt so dick wie die Vorgänger. Das ist ein guter Schnitt, wenn ich bedenke, dass ich jetzt noch einmal eine halbe Ewigkeit gebraucht habe, um mir endlich die ganze Serie zu Gemüte zu führen. ;) Aber das Warten hat sich, dass kann ich vorab verraten, in jedem Fall gelohnt.

 

Klinke und Mertikat entführen in eine hübsch eigentümliche Welt. Die Menschheit lebt verteilt auf Erdschollen, die von beschiffbarem Äther umgeben sind. Die Welt der Menschen enthält noch viele Relikte, die uns gut bekannt sind: Staatsformen, Hierarchien, Häuser und Klamotten dem Genre entsprechend. Achja, und Maschinenmenschen gibt es, die leben und denken und sprechen.

 

Um dieser spannenden und wendungsreichen Story nicht zu viel vorwegzunehmen, versuche ich mal wieder eine knappe Zusammenfassung:

 

Sterben Menschen auf Landsberg, der Scholle, auf der die Geschichte spielt, dann gehen ihre Seelen über auf eine weitere, allerdings im Nebel von Mythen verschwommene Scholle über, nach Vineta. Immer dann, wenn Vineta in den Blinden Tagen sich Landsberg annähert, kehren manche Seelen zurück – mit unangenehmen Begleiterscheinungen.

 

Also trachten die Menschen danach, mit all ihrem Wissen dieses Phänomens Herr zu werden. Die Möglichkeit einer Wiederkehr und gar der Unsterblichkeit befeuert die Phantasie von Herrschern und Forschern gleichermaßen. Davon, wie eine solche Macht korrumpiert, erzählt die Geschichte.

 

Im Mittelpunkt steht das Ermittlertrio aus Herrn Lerchenwald, der sich der Erforschung der Seelen verschrieben hat, Herrn Hirschmann, einem Maschinenmenschen und aus Frau D., einer Ermittlerin, von deren Geschichte ich gern noch mehr erfahren hätte. Die drei sollen in einem Mordfall ermitteln und finden sich wieder in einem Strudel an Ereignissen, der letztlich ganz Landsberg bedrohen wird. Achja, und tiefe Gefühle gibt’s natürlich auch noch.

 

Schon der erste Band wurde mit dem Sondermann-Preis der Frankfurter Buchmesse 2012 ausgezeichnet. Vollkommen zurecht finde ich.

 

Die Bilder kommen opulent, atmosphärisch daher und tragen die Story ganz vorzüglich. Die Handlung bietet etliche Wendungen, ist gespickt mit Dialogen, die zu lesen Spaß macht. Die Macher:innen haben einfach alles richtig gemacht.

 

Nun liegt zwar die Veröffentlichung des ersten Bandes schon gut 10 Jahre zurück. Die Story und Aufmachung sind aber so zeitlos, dass heutige Leser:innen die Serie direkt komplett entdecken können und sich das Warten auf den nächsten Band sparen.

 

Kurz und gut: Von wegen, es gäbe keine überzeugenden einheimischen Comicproduktionen. Seht her und lest! ;)

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Freitag, 7. September 2018

Felix Mertikat / Verena Klinke (u.a.): Tsukuyumi. Full Moon Down



"Die Welt ist nicht mehr dieselbe, seit der Mond auf die Erde gestürzt ist und sein Innerstes preisgegeben hat: den weißen Drachen Tsukuyumi, einst ein mächtiges Gottwesen. Nach langem Exil ist er auf die Erde zurückgekehrt und will zurückerobern, was man ihm genommen hat." (Umschlagtext)

Postapokalypse; Tierwesen und die letzten Überlebenden kämpfen um die Vorherrschaft - naja, und gegen den Drachen Tsukuyumi.

Der Comic zum Spiel. Läuft! 

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Dienstag, 19. Juni 2018

Felix Mertikat/ Verena Klinke: STEAM NOIR. Das Kupferherz 4



"Ein zerbrochener Planet.
Schollen, die im Äther treiben.
Maschinen mit Seelen und Menschen ohne Skrupel.
Dampfkraft, groteske Maschinentechnik und übernatürliche Phänomene.
Und überall dem eine geheimnisvolle Toteninsel, die die Welt der Lebenden heimsucht." (Umschlagtext)

Puh, da habe ich aber lange gebraucht, endlich, endlich das große Finale vom gefeierten "Steam Noir" zu kaufen. Jetzt bin ich ein bisschen aufgeregt. 😂😎😍

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