Montag, 19. Oktober 2026

Jonas Lüscher: Verzauberte Vorbestimmung


„Wovon träumen wir Menschen des Kapitalismus, wovon unsere sich zunehmend gegen uns erhebenden Maschinen? Im einzigartigen Spiegelraum dieses Romans ist kein Konflikt vorbei und noch jede Geschichte möglich. Klug und irrsinnig, komisch und scharf erzählt Jonas Lüscher von einer Gegenwart, die gern mehr über ihre Zukunft wüsste.“ (Umschlagtext)

Flucht aus dem Alltag, die Welt mit anderen Augen sehen – es gibt ja so einige Beschreibungen dessen, was Literatur, was Erzählen so vermag. Ausgangspunkt sind wir immer selbst, im Hier und im Jetzt. Egal in welche fremden Welten und Zeiten uns eine Geschichte entführt.

Das Fremde und Ferne steckt aber oft genug auch im Hier und Jetzt und braucht nur eine gute Geschichte, eine Stimme, die sich mehr als das scheinbar Unvermeidliche zu beschreiben traut. Daraus können Dystopien entstehen, die seit etlichen Jahren so hoch im Kurs stehen, aber eben auch Utopien oder Anstöße, unser Jetzt zu hinterfragen.

Ich weiß noch nicht genau, welche Richtung oder Richtungen dieser Roman einschlagen wird, bin aber wirklich neugierig darauf. 😊

„Ein algerischer Soldat gerät in den ersten deutschen Giftgasangriff, beschließt, einer müsse damit aufhören, steht auf und geht. Im Kairo der Zukunft beobachtet eine Stand-up-Comidian eine Androidin beim Lachen über ihre Witze. Ein böhmischer Weber wird durch einen automatisierten Webstuhl ersetzt, raubt einen Hammer und attackiert den Apparat. Wovon träumen wir Menschen des Kapitalismus, wovon unsere sich zunehmend gegen uns erhebenden Maschinen? Im einzigartigen Spiegelraum dieses Romans ist kein Konflikt vorbei und noch jede Geschichte möglich. Klug und irrsinnig, komisch und scharf erzählt Jonas Lüscher auf der Höhe seiner Kunst.“ (Verlagstext)

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