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Mittwoch, 21. Januar 2026

Mosaik #602 und LUXEMBURG. Gesellschaftsanalyse und linke Praxis 01/26


So viel Farbe im Briefkasten. Besser als Rechnungen, gelle. 😊

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Freitag, 25. Januar 2019

Kate Evans: Rosa. Die Graphic Novel über Rosa Luxemburg



„Die folgende Geschichte ist eine fiktionale Darstellung wahrer Begebenheiten.“ (Vorwort, Seite 4)

Puh, diese Comic-Biografie über Rosa Luxemburg hat es mir echt nicht leicht gemacht. Ich versuche das mal zu beschreiben. 😉

Die Coverillustration macht ziemlich was her. Allerdings passiert es ja durchaus öfter, dass man mit dem Cover schon das Aufregendste aus dem Buch gesehen hat. Ein paar mehr interessante grafische Ideen hat Kate Evans in dem Werk schon noch untergebracht, doch insgesamt konnte mich der Zeichenstil nicht überzeugen.

Allzu oft stieß ich mich beim Lesen an deformiert und verzerrt dargestellten Figuren. Zwar versucht Evans immer wieder gewagte Perspektiven. In denen stimmt dann mit diesen Figuren aber gar nichts mehr. Um als Stilmittel wirken zu können, hat es mich zumindest beim Lesen immer wieder zu sehr und nachhaltig gestört.

Was mich aber noch sehr viel mehr störte, ist der Einsatz von Text-Bild-Kombinationen, das Lettering und der Erzählfluss insgesamt. Mir scheint hier ein grundlegendes Missverständnis bei diesem Projekt vorzuliegen.

In weiten Teilen des Buches erzählt Evans nicht mit Bildern, sondern setzt diese im Grunde als Illustrationen des Textes ein, vom dem es in diesem Comic einfach mehr, sehr viel mehr als genug gibt. Das ist überaus schade, weil es „der Graphic Novel über Rosa Luxemburg“ genau die Stärke des Mediums Comic nimmt. Sequentiell erzählen die Bilder, wenn überhaupt, meist nur, wenn die berüchtigten talking heads auftauchen. Aber im Wesentlichen trägt der Text die Erzählung. Auch die eingangs erwähnten grafischen Ideen, die das Buch ja durchaus vorweisen kann, haben hauptsächlich illustrativen Charakter.

Die zumeist unglaublich langen und länglichen Textpassagen wirken, als wenn sie nachträglich von jemandem eingesetzt wurden, der oder die mit Comic nicht viel anfangen kann. Das liegt nicht nur an der wirklich nicht gelungenen Auswahl der Typo, sondern auch daran, dass viele Textblöcke zwischen die Zeichnungen gequetscht wurden. Auch wenn die Textebene im Comic selbständig Inhalte transportiert, ist sie eben immer auch gleichzeitig ein grafisches Element. Die Möglichkeiten, die sich damit bieten, wurden hier leider vollkommen ignoriert.

Die Auswahl der Typo macht es den Leser*innen außerdem zusätzlich schwer zu erkennen, wer hier gerade spricht. Mich hat das beim Lesen immer wieder geärgert. Zumal, weil zwischendurch eine Erzähler*innenstimme auftaucht, die offenbar aus dem Heute spricht, aber keinerlei Erklärung oder Rahmung erfährt.

So trudelt die Erzählung durch das Leben von Rosa Luxemburg. Im Vorwort wird noch erklärt, dass die Chronologie von Ereignissen auch zugunsten der Dramaturgie durchaus auch umgestellt wurde. Dem dramaturgischen Fluss hat das für meinen Geschmack leider nicht viel gebracht. Das Werk insgesamt bleibt für mich ohne Mitte, ohne roten Faden. Ich habe bis zum Schluss nicht wirklich herausbekommen, worum es diesem Comic geht.

Ich weiß sehr zu schätzen, wenn Figuren der Zeitgeschichte nicht nur über die offiziellen Fakten vorgestellt, sondern auch die Menschen dahinter sichtbar werden. Evans versucht das mit privaten Einblicken. Insbesondere das immer wieder umständlich lange Zitieren aus Schriften von Rosa Luxemburg überlagert das und sorgt auch nicht für mehr Verständnis dafür, wie Mensch und Wirken hier zusammenhängen.

Insgesamt ist mein Eindruck, dass hier ein Comic-Projekt von Leuten geplant wurde, die nicht so recht Zugang zum Medium Comic haben. Und zu dem gehört es nun einmal, dass es dem Wesen nach ein erzählendes und visuelles Medium ist. Es wirkt ein bisschen so, als wenn die zu verwendenden Textblöcke schon feststanden, bevor die erzählerische und grafische Idee entwickelt wurde.

Puh, so habe ich tatsächlich schon lange nicht mehr über ein Buch gemeckert. Vielleicht liegt es daran, dass ich diese Comic-Biografie wirklich gern gemocht hätte. Aber es ist leider kein Comic geworden. Und das Label „Die Graphic Novel über Rosa Luxemburg“ macht es als plakativer Anspruch gleich auf dem Cover auch nicht wirklich besser.

Gleichwohl will ich vom Lesen des Buches gar nicht abhalten. Natürlich lässt sich allerhand über Rosa Luxemburg erfahren. Natürlich bietet dieses Werk dennoch einen anderen Zugang zum Werk der Luxemburg als die gesammelte Ausgabe ihrer Schriften oder eine wissenschaftliche Monografie über ihr Leben. Schade finde ich das Ergebnis dennoch, weil es eine Chance vertan hat.

Kurz und gut: Dieses Buch ist ein Missverständnis. Comic-Leser*innen werden enttäuscht sein. Leute die sonst nie Comics lesen, bekommen keinen Eindruck davon, was Comic jenseits von Funnies und Superhelden leisten kann. Das ist schade!

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Samstag, 17. November 2018

Kate Evans: Rosa. Die Graphic Novel über Rosa Luxemburg



"Seit ihrer Jugend war Rosa Luxemburg davon überzeugt, dass sich die Welt verändern muss. Schon in jungen Jahren kämpfte sie für die Rechte der Arbeiterschaft und die Idee des Sozialismus. Rosa Luxemburg war Jüdin, sehr gebildet, besaß einen scharfen Verstand und ein mitreißendes Temperament. Sie war eine großartige Rednerin und brillante Schriftstellerin. Konflikte scheute sie nicht. Sie kämpfte auf der Straße und ließ sich nicht einschüchtern, nicht von den Freikorps, nicht von der Polizei, auch von Morddrohungen und Gefängnisaufenthalten nicht." (Umschlagtext)

Letztes Jahr bekam ich die ukrainische Ausgabe dieses Comics geschenkt. Jetzt bin ich gespannt, endlich auch die Texte lesen zu können. ;)

Auf den ersten Blick kommen die Seiten sehr textlastig daher. Ich hoffe mal, dass die Möglichkeiten des Comics auch ausgeschöpft wurden und die Bilder am Ende nicht doch nur illustrativen Charakter haben. ^^

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Mittwoch, 14. Juni 2017

LuXemburg 1/2017: Einwanderungsschland



Politische Zeitschriften mit Gesellschaftsanalyse sind immer langweilig aufgemacht und unlesbar? Iwo, die Rosa-Luxemburg-Stiftung macht das schon ganz richtig!

Kann man auch kostenlos abonnieren. ^^

#lesesommer #magazin #rosalux #politik #gesellschaft #einwanderung #analyse

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Jutta Kill: Ökonomische Bewertung von Natur. Der Preis für Naturschutz? Eine kritische Auseinandersetzung



Nur mal so als Beispiel: Wenn jetzt eine Firma käme und wollte in meiner Straße etwas bauen, wo gerade noch ein Baum steht, den ich gern im Wechsel der Jahreszeiten vom Balkon aus anschaue. Dann müsste die Firma zum Ausgleich für das Fällen des Baumes zahlen. Klingt ja erst mal gut, denke ich mir, während ich auf dem Balkon stehe.

Aber wer legt eigentlich fest, wie viel dieser Baum genau kosten soll? Wird mich jemand fragen, wie viel mir die Aussicht von meinem Balkon wert ist? Wo geht dieses Geld dann eigentlich hin?

Mmh, egal wie die Antworten lauten, in jedem Fall ist der Baum hinterher weg.
Einen herzlichen Dank an #juttakill für eine erschreckend aufrüttelnde Diskussion und inspirierende Denkanstöße.

#leseherbst #polbil #rls #waskostetnatur #natur #rotundschlau

Donnerstag, 7. Mai 2015

Rosa Luxemburg Stiftung: LUXEMBURG und ROSALUX



Heute mal Theoriebildung. Was zum Grübeln: Wenn Leute sowas sagen, bilden sie sich dann a) in Sachen Theorie, b) nur theoretisch, c) eine Theorie oder d) nur etwas ein? So viele Fragen. *diehändeüberdemkopfzusammenschlag* #lesefrühling #rls #rosalux #politik