Dienstag, 2. Oktober 2018

Dževad Karahasan: Der Trost des Nachthimmels



"Von der Kraft der Liebe, der Ohnmacht der Vernunft und dem Versuch, das Verlorene in die Erinnerung zu retten. Elf Jahre lang hat der bosnische Autor Dževad Karahasan an seinem Roman über Omar Chayyam und den Niedergang einer blühenden islamischen Kultur gearbeitet. Manche Passagen nehmen auf verstörende Weise Schreckensszenarien vorweg, wie sie sich heute im Nahen Osten abspielen. Dennoch: Ein beklemmend schönes Buch, voller Humor und funkelnder Intelligenz. Ein großer europäischer Schriftsteller, der auf die Kraft des Erzählens vertraut." (Umschlagtext)

Dunklere, kältere Tage schreien ja förmlich nach dicken, epischen Büchern mit historischen Stoffen, die womöglich helfen können, das Heute besser zu verstehen. Check. ^^

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Montag, 1. Oktober 2018

Michael Segalov: WIDERSTAND! Handbuch für Aktivisten



"Wie leben im Zeitalter des Widerstands.
Noch nie schien es so notwendig zu handeln, aber wo fängt man an?
Dieses Handbuch zeigt dir, wie du deine Ideen in die Tat umsetzen kannst.
Nimm die Machthaber ins Visier.
Mach die Presse auf dich aufmerksam und nutze die Social-Media-Kanäle.
Kenne deine Rechte.
Lass dich von den Geschichten erfolgreicher Aktivisten inspirieren." (Umschlagtext)

Schön gemacht ist es ja, dieses Handbuch. Ob es mehr als ein "Business-Ratgeber" für Aktivisten ist, werde ich dann sehen. ^^

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Sonntag, 30. September 2018

Arne Jysch: Der nasse Fisch. Nach dem Roman von Volker Kutscher



„Mein Vater hatte seine guten Beziehungen spielen lassen. Das tat er gerne …“ (Seite 6)

Und so kommt der junge Kommissar Gereon Rath nach Berlin. In diesen quirligen, hyperventilierenden, vibrierenden und stinkenden Moloch am Ende der Zwanzigerjahre, 1929 genauer gesagt. Die Stadt steht seit gut einem Jahrzehnt für unglaublichen Glamour, für Rausch und Exzess ebenso wie für die Straßenschlachten politischer Gruppierungen und Parteien um Vergangenheit und Zukunft. Hier will der junge Rath seine eigene Vergangenheit in Köln zurücklassen und am liebsten in der legendären, modernen Berliner Kriminalpolizei arbeiten.

Ohne langes Geplänkel zieht es Leser*innen ebenso wie den Kommissar in einen Strudel aus Ereignissen, in die sich Rath immer mehr verstrickt sieht. Dabei geht es um Drogen, illegale Geschäfte, politische Verwirrungen.
Den Hintergrund gibt das gärende Berlin dieser Zeit – eine Metropole und Weltstadt zwischen romantischer Verklärung der Vergangenheit und einen einem bedingungslosen Glauben an die Zukunft, die alles anders und besser machen wird. Es tobt ein Kampf um die Zukunft auf den Straßen, dessen Ausgang wir natürlich schon längst kennen. Der Faszination nimmt das nichts.

Eigentlich lese ich gern erst das Original, bevor ich mir Verfilmungen und weitere Adaptionen anschaue. Konsequenterweise sah ich im Fall der Geschichte um Gereon Rath erst die zurecht hoch gelobte Fernsehserie, die dieser Tage erstmalig im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt wird. Hinreichend angefixt griff ich zur Comicadaption von Arne Jysch. Bleibt also nur noch die ursprüngliche Romanvorlage von Volker Kutscher. ;)

Auch wenn die Story an sich aus der Serie vermutlich schon hinreichend bekannt ist, will ich ausnahmsweise mal nichts weiter zum Inhalt selbst schreiben. Zum Comic selbst aber schon.

Der hat mich nämlich ähnlich gefesselt und begeistert wie die Umsetzung der Serie. Den Schlag auf Schlag folgenden Ereignissen kann man sich auch in Jyschs Version kaum entziehen. Die Zeichnungen entfalten wie auch schon die Settings in der Serie prompt ihre Sogwirkung. Die Figuren sind markant, die Stadt wird lebendig. Den Soundtrack der Serie könnte man getrost auch beim Lesen des Comics laufen lassen.

Geschickt wird die Kriminalgeschichte um den Kommissar gestrickt und in den historischen Kontext eingewoben, ohne dass es sich nach Geschichtsunterricht der schlechten Art anfühlt. Gleichwohl kommt man nicht umhin, diese hochspannende Zeit in der Endphase der Weimarer Republik zur Kenntnis zu nehmen. Mich wenigstens hat das wieder neugierig gemacht auf eine Zeit, über die wir so gern glauben, schon alles zu wissen, schon alles gehört und gelesen zu haben.

Natürlich kann und darf man auch vorrangig die Kriminalgeschichte genießen. ;)

Ich bin in zwischen sehr gespannt auf die Romanvorlage von Volker Kutscher und hoffe sehr, nicht zu lange auf einen weiteren Band von Arne Jysch warten zu müssen. ;)

Kurz und gut: Die Geschichte um Kommissar Gereon Rath ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie verschiedene Medien ihre Stärke bei der gleichen Story ausspielen können. Gerne mehr davon! ;)

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Freitag, 28. September 2018

Naoki Urasawa: 20th Century Boys (Ultimative Edition Band 1)



*kreeiiiiiiiiiisch*

"Ende des 20. Jahrhunderts steht die Menschheit vor dern Abgrund... doch die 20th Century Boys lassen sich davon nicht unterkriegen! Als Jugendliche erschufen die Freunde im Jahr 1969 ein Symbol. 1997, als die Ausmaße des drohenden Desasters zu Tage treten, erwacht dieses Symbol erneut zum Leben! Dies ist eine Geschichte über eine Gruppe Jungs, die die Welt rettet!" (Umschlagtext)

Von den Bänden der alten deutschen Ausgabe habe ich nur noch die ersten acht ergattern können. Wie hoch schlägt da mein Fanboyherz, dass es jetzt die Ultimative Edition gibt - überarbeitet und mit weiteren Farbseiten. 🤩🤩🤩

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Dienstag, 25. September 2018

Olga Grjasnowa: Gott ist nicht schüchtern



1.000 Instagramposts - puh, muss da nicht etwas mehr Glitter und so sein? Ach was, ich poste einfach, was ich sonst auch aussuchen würde. Das ist dann auch Feier genug. 🤣😉

"Amal und Hammoudi sind jung, schön und privilegiert, und sie glauben an die Revolution in ihrem Land. Doch plötzlich verlieren sie alles und müssen uns Überleben kämpfen. Sie lassen Damaskus hinter sich und fliehen." (Umschlagtext)

Menschen darauf zu reduzieren, dass sie Flüchtlinge sind, raubt ihnen nicht nur ihre je eigene Geschichte sondern auch ihre Zukunft. Ich bin gespannt, was dieser Roman dem entgegensetzen kann und will.

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Sonntag, 23. September 2018

Omar El Akkad: American War



"Amerika 2075 - der Albtraum ist wahr geworden. Der Meeresspiegel steigt, Millionen Menschen fliehen ins Landesinnere. Der zweite amerikanische Bürgerkrieg spaltet das Land, die Südstaaten sind von Flüchtlingslagern übersät. In einem der Camps hat die Familie Chestnut nach dem tragischen Tod des Vaters Zuflucht gefunden. Zu Beginn des Krieges ist Tochter Sarat noch ein Kind, sie kennt nichts anderes als Stacheldraht und Trockennahrung. [...] Krieg, Korruption und Folter haben sie hart gemacht, und schließlich radikalisiert sich Sarat und setzt mit einer verheerenden Tat das Leben aller aufs Spiel." (Verlagstext)

Mmh, klingt etwas nach einem Roland Emmerich Blockbuster gemischt mit Post Trump Fiction. ^^

Der Anfang liest sich vielversprechend. Im Film kriegt mich das Genre ja ohnehin. Mal schauen, ob es als Buch auch auf mich wirkt. ;)

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Samstag, 22. September 2018

Mosaik #514



Achtung, aufgepasst und warm angezogen! Herbst im Anzug. 🙃🧜‍♂️🧜‍♀️

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