Hach, so schnell sind vier Tage im Bücher-Paralleluniversum auf der #lbm auch schon wieder vorbei. Aber schön wars gewesen. 😊
Viel Vorplanung haben der MM und ich in diesem Jahr irgendwie nicht hinbekommen. Aber wenigstens standen ein paar Gesprächstermine und für den ersten Tag eine Reihe Veranstaltungen als Optionen bereit.
Meine Strategie in diesem Jahr: Am Vortag in der App der #leipzigerbuchmesse einfach alle Veranstaltungen markieren, die irgendwie interessant sein könnten. Unterwegs auf der Messe konnte ich dann einfach immer schauen, was als nächstes erreichbar wäre und dann entscheiden, was dran ist. Das ging für mich dieses Mal gut auf, machte mir weniger Stress und sorgte durchaus auch dafür, dass ich auf anderen Veranstaltungen landete als zunächst gedacht.
Vielleicht ein kleines Fazit zur App: Find ich grundsätzlich gut. Nur die Suchfunktion ist doch suboptimal, weil dann doch immer wieder sehr umständlich oder ohne Ergebnisse.
Den ersten Tag waren der MM und ich eher getrennt unterwegs. Mein Fokus lag darauf, erstmal alle Hallen zu durchstreifen, ohne gleich in einen Kaufrausch zu verfallen – und ein wenig Veranstaltungshopping. Von Weltpolitik über Gespräche zu neuen Buchprojekten bis hin zu einem Vortrag zu Social Media, Debattenkultur und KI war inhaltlich so einiges dabei. Am Abend hab ich dann doch auch endlich mal die Moritzbastei von innen gesehen und zwei Lesungen genossen. Und ja, das war den Eintritt wirklich wert. Coole Location und zwei spannende Autoren mit überzeugenden Lesungen. 😊
Am Messefreitag nahm ich mir dann etwas mehr Zeit für das Erkunden von einzelnen Ständen, das Stöbern und Reinlesen. Irgendwie war dann auch Familientag, weil wir gemeinsam etliche Leute getroffen haben, die es spontan oder geplant auf die Messe verschlagen hatte. Aber das ist ja das Tolle an Leipzig, dass es immer um Bücher aber auch um Menschen (mit Büchern) geht.
Das Abendprogramm war wieder eine Lesung in der Stadt – richtig voll. Ich weiß noch, dass wir im letzten Jahr doch das eine oder andere Mal eher genervt davon waren. Dieses Mal war es einfach das besondere Flair. Es kommt halt auf die Perspektive an. Und „was tun gegen Rechtsextremismus“ ist ja auch ein Thema, dem man nur ganz viel Zulauf wünschen kann.
Der Samstag auf der Messe ist ja traditionell quasi die Hölle. 😉 Nach über zwei Stunden im Stau haben mich die Videos, die vom Besucherandrang im Netz herumgingen, so gar nicht verwundert. Wir haben es also etwas ruhiger angehen lassen. Halle 5 und die Unabhängigen Verlage sind und bleiben da immer unsere sichere Homebase.
Um ein bisschen zu verschnaufen, ging es an dem Tag etwas früher von der Messe. So haben wir tatsächlich auch noch etwas Leipzig im Tageslicht gesehen. Natürlich brauchte es auch hier ein Abendprogramm. Wir haben mit klassischem Boulevard gestartet, was uns aus unserer üblichen Blase doch deutlich herausgeführt hat. Dafür endeten wir mit Satire gegen Antisemitismus. Brillant.
Ach nein, eigentlich endete der Samstag in dem Lokal, dass ich seit der vorletzten LBM als Tradition zu trenden versuche. Und mit einer unglaublich leckeren Portion Würzfleisch. Muss ja auch mal gewürdigt werden. 😊
Der letzte Messetag gehört, so steht es seit langem fest, unserer Halle 5 und dem ganz gediegenen Bummel durch die Stände der kleinen und unabhängigen Verlage. Wie jedes Jahr merke ich wenigstens, dass ich mit den Messeauftritten der großen Verlage echt nicht mehr viel anfangen kann. Zu voll, nur Gedränge, eigentlich kaum eine Chance mit den Verlagsleuten mal ins Gespräch zu kommen – ganz anders halt als in Halle 5. Es ist ja nicht so, dass ich irgendwie auch verstehe, warum das so ist. Aber hey, die Bücher der Großen gibt’s halt auch in den meisten x-beliebigen Buchhandlungen. Also ran an die Kleinen und ihre Bücher und an die Büchermenschen in Halle 5. 😊
Auffällig war dieses Jahr der Andrang des Publikums schon vom ersten Tag an. Den Verlagen, der Messe ist das ja nur zu wünschen. Für die Anfahrt ist es halt die Hölle. Vermutlich gab es dieses Jahr kaum jemanden ohne sehr strapazierte Nerven, bis es endlich auf die Messe ging. 😉
Und etwas Letztes
konnte ich zumindest in diesem Jahr wahrnehmen, was natürlich keine
repräsentative Umfrage ist: Aber ich fand die Stimmung bei den Verlagsmenschen
deutlich optimistischer als noch im letzten Jahr. Möge das keine
Fehleinschätzung gewesen sein.
Jetzt hab ich eine
sehr lange Liste an Bücher, die ich eigentlich gern in der besten Buchhandlung
von allen #buchdisko bestellen wollen würde – hach, jemand sollte mich besser
stoppen. 😊