„Das intellektuelle Gesicht einer Epoche
Jürgen Habermas hat die intellektuellen und politischen Debatten der Bundesrepublik wie kein anderer geprägt. Machen die Krisen, die wir heute erleben, sein Werk obsolet – oder verleihen sie ihm neue Relevanz? Philipp Felsch wirft einen ebenso persönlichen wie durch die Perspektive seiner Generation geprägten Blick auf den einflussreichsten Denker der deutschen Nachkriegszeit.“ (Umschlagtext)
Es ist schon einige Jahre her, da fand ich den Autor einen wunderbaren Begleiter durch den „Langen Sommer der Theorie“, einen wirklich spannend erzählten Gang durch 30 Jahre linker, bundesrepublikanischer Theoriegeschichte. Ein interessierter Gesprächspartner war er bei einer anderen Gelegenheit. All das spricht für eine feine Lektüre an immer noch kalten Winterabenden. 😉
Insbesondere bin ich gespannt, wie Felsch die Frage beantwortet, ob und was uns Habermas heute zu sagen hat und in dieser erschütternd wilden Zeit sagen kann. Immerhin sind so viele Gewissheiten der letzten Jahrzehnte inzwischen wenigstens in Rutschen gekommen.
„Solange Philipp
Felsch zurückdenken kann, war Jürgen Habermas around: als mahnende Stimme der
Vernunft, als Stichwortgeber der Erinnerungskultur, als Sohn der Nachbarn
seiner Großeltern in Gummersbach. Gehört die intellektuelle Lufthoheit des
Philosophen der Vergangenheit an, oder bekommen seine Ideen in der Krise
unserer ‚Zeitenwende‘ neue Brisanz? Felsch liest in einem kaum zu
überblickenden Oeuvre nach, folgt dessen Autor in die intellektuelle Kampfzone
der Bundesrepublik und fährt nach Starnberg, um Habermas zum Tee zu treffen.
Dabei entsteht nicht nur das Porträt eines faszinierend widersprüchlichen
Denkers, sondern auch der Epoche, der er sein Gesicht verliehen
hat.“(Verlagstext)






