Samstag, 18. April 2026

Lisa-Viktoria Niederberger: Lahea


„Zwischen visionären Inselgemeinschaften und den alten Wunden unserer Welt erzählt dieser Roman vom Versuch, ein neues, solidarisches Miteinander zu formen, doch im Verborgenen regen sich Kräfte, die daran rütteln.

Wie weit wird Lahea gehen, um Ebria in die Zukunft zu führen?“ (Umschlagtext)

Noch so eine Entdeckung und ein Mitbringsel von der #lbm26 😉

Den Otto Müller Verlag aus Salzburg hatte ich ja bisher so gar nicht auf dem Schirm, freue mich aber umso mehr um diese Entdeckung in Leipzig. Yieppieh!

Irgendwie lande ich seit einer Weile ja tatsächlich immer wieder bei in der Zukunft angesiedelten Geschichten, mal mehr, mal weniger dicht am Heute. Jenseits der klassischen Stories, die sich um technische Möglichkeiten drehen, und was sie für die Menschheit bedeuten, fallen mir immer häufiger auch Geschichten in die Hände, die gesellschaftliche Entwicklungen durchspielen.

Die Möglichkeit menschlichen Zusammenlebens alternativ zu altbekannten Machtstrukturen, Rollenbildern und gesellschaftlichen Selbstverständnisses wird hier immer wieder gerade auch im Licht aktueller Debatten ausgelotet. Das ist spannend und anregend – und gilt hoffentlich auch für diesen Roman. 😉

‘LAHEA‘ von Lisa-Viktoria Niederberger ist ein visionärer Inselroman über Macht, Gemeinschaft und das Miteinander von Morgen!
Ebria ist eine Insel – fern unserer Zeit und doch erschreckend nah. Als ein toter Wal, begraben unter Plastikmüll, an die Küste von Ipane gespült wird, nehmen sich die Bewohner:innen nur, was sie brauchen – nie mehr, als ihnen zusteht. Sie leben im Gleichgewicht mit der Natur und in einer Gesellschaft, die Gier und Herrschaft hinter sich gelassen hat, wohlwissend, wie fragil dieses Gleichgewicht ist.
Lahea, Tochter der Dorfvorsteherin, soll bald selbst dieses Amt übernehmen. Wie es das Abkommen verlangt, verlässt sie ihr Zuhause, ihre Tochter und ihre beiden Partner und bricht zu einer Reise über Ebria auf. Was als Erkundung beginnt, wird schnell zur Konfrontation: mit verdrängten Wahrheiten, mit Rissen im Fundament des Miteinanders und mit einem Übergriff, der sie an die Grenzen von Macht und Ohnmacht bringt. Denn tief in den Höhlen wächst eine Bewegung, die alles infrage stellt, wofür Ebria steht. Als Lahea deren Spuren folgt, gerät sie in einen Sog aus Verrat, Rebellion und gefährlicher Sehnsucht nach alter Macht. Sie muss entscheiden, wie viel sie zu riskieren bereit ist: für Freiheit, für Gemeinschaft und für sich selbst.
Mit eindringlicher Sprache erzählt Lisa-Viktoria Niederberger in ihrem Romandebüt ‚LAHEA‘ von einer Welt zwischen archaischem Tun und fortschrittlicher Vision, von einer Gesellschaft zwischen Fürsorge und Verrat – und davon, wie weit eine Gemeinschaft gehen darf, wenn sie der Gewalt standhalten will, ohne selbst gewalttätig zu werden.“ (Verlagstext)

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