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Samstag, 18. Juli 2026

Benjamin von Eckartsberg/ Chaiko: GUNG HO. Tanaka


„Das ist die Pflicht eines Samurai.

Er stirbt, damit wir leben.

Das ist der Weg des Kriegers.

Eine eigenständige Geschichte, die vor der Hauptreihe spielt.“ (Umschlagtext)

Aus den Weiten Sibiriens überrollt eine Flut weißer, vierbeiniger Monster ganz Europa. Die Menschen flüchten sich in große Städte, die sie mit Mauern umgeben, die Sicherheit bieten und missliebige Menschen ausschließen. Abgesetzt von den Städten gibt es Vorposten, die für Nahrung sorgen und die „weiße Flut“ beobachten und abfangen sollen. In einem solchen Vorposten spielt die Hauptreihe.

Und bevor ich es vergesse: Kreiiiiiiiisch!

Gung Ho ist vollkommen zurecht so hochgelobt worden, finde ich und bin so froh, dass es mit den Prequels nun mehr Lesestoff gibt. 😉

Sehr gespannt bin ich auf die Zeichnungen, die nun von Chaiko gemacht werden. Der wiederum sprang schon bei der „Chronik der Unsterblichen“ ein. Also, ich bin schon wieder drauf! 😊

„Das langerwartete Prequel zum deutschen Comichit!

Tanaka Hasegawa ist ein Actionfilmsstar. Als Elitesoldat stellt er seine Kunst nicht nur in den Dienst des Kinos, sondern auch in den der japanischen Spezialkräfte. Derzeit ist er mit seiner Frau und seiner Tochter auf Promotiontour für seinen neuesten Film in Paris. Dabei schenkt er den Weltnachrichten keine Beachtung, insbesondere dieser neuen Weißen Plage ...

Eine neue Spezies ist aufgetaucht und scheint sich überall einzuschleichen ...

Sie lauert in den Tunneln, schleicht versteckt voran und schlägt dann blitzschnell zu ...

Die Menschheit ist in Gefahr!

Gung Ho-Autor Benjamin von Eckartsberg tut sich sich mit Zeichner Tsai Chaiko (Les Misérables) zusammen und präsentiert die spannende Vorgeschichte von Gung Ho, die sich in jedem Band einem anderen Charakter widmet. Dieses Mal: Tanaka Hasegawa.“ (Verlagstext)

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Mittwoch, 20. Oktober 2021

Thomas von Kummant/ Benjamin von Eckartsberg: GUNG HO. Band 5 / Die weiße Flut


„Zu den Waffen!!!“ (Seite 5)

Sieben Jahre ist es her, seit der erste dieser fünfbändigen Comicserie erschienen ist. Für meinen Geschmack kann ich sagen, dass sich das Warten auf jeden einzelnen der Bände gelohnt hat. So schön es ist, endlich auch den Abschlussband in den Händen zu halten, so schade ist es natürlich auch, dass die Serie damit zu Ende ist.

Bevor ich jetzt nur des Fanboys Jubel und Jammer anstimme, vielleicht noch mal so viel zum Inhalt:

In einer nahen Zukunft wird Europa von buchstäblichen weißen Monstern überrannt. Die Menschen fliehen und verbarrikadieren sich hinter hohen Mauern, während das Land weitgehend schutzlos und verlassen ist. Es gibt noch kleine Vorposten der stark dezimierten Menschheit wie die Siedlung 16. Idyllisch an einem See gelegen, leidlich von einer Mauer umgeben, kämpfen die wenigen Menschen hier gegen die Weiße Plage und ums tägliche Überleben.

Die Brüder Zack und Archer werden als rebellische Jugendliche an diesen Ort verbannt; ihre letzte Chance vor der endgültigen Verstoßung aus den Reihen der übriggebliebenen Zivilisation. Das raue Leben in der Siedlung soll sie gefügig machen. Doch ganz so einfach liegen die Dinge nicht, wie die beiden sehr schnell spitzbekommen. Idyllisch ist es hier weder vor noch hinter der Mauer. Klar schlägt insbesondere Archer gern über die Strenge, aber in der Siedlung greift auch eine gewisse Verrohung ums sich, ganz abgesehen von der stillschweigend hingenommenen Korruption des Verbindungsmannes zur nächsten großen Stadt.

Die Außenseiter Zack und Archer geben quasi den Brandbeschleuniger für eine ohnehin schon explosive Mischung ab. Die Folge sind immer härter ausfallende Auseinandersetzungen unter den Jugendlichen der Siedlung, Liebe, Sex und Alkohol spielen natürlich auch eine Rolle und die Sympathien wechseln das eine oder andere Mal. Als wäre das nicht schon fast faszinierend genug, mehren sich die Vorkommnisse mit den weißen Bestien. Auch vor den Toren der Siedlung braut sich merklich etwas zusammen.

Die Implosion des nur noch so irgendwie funktionierenden inneren Gefüges der Gemeinschaft kommt zeitgleich mit dem lange erwarteten und befürchteten Großangriff der Bestien. Jetzt muss sich erweisen, zu welcher Gegenwehr die Menschen noch in der Lage sind. Schafft es die ältere Generation, Ruhe und Ordnung im Inneren wiederherzustellen oder werden sie vom anarchischen Chaos der Jugendlichen hinweggefegt, die die Fesseln der restriktiven Gemeinschaft nun endgültig abzuschütteln drohen?

Die Story hat natürlich echt alles, was spannend ist, fasziniert und Spaß macht. Gleichzeitig werden hier in dem Genre wiederkehrende Themen überaus unterhaltsam verhandelt.

Dystopien und Young Adult Stories gehen ja schon seit einiger Zeit ganz wunderbar zusammen. Immerhin birgt die Konstellation von jungen Menschen, die von ihren Eltern eine Welt im Untergang erben und sich einer harten und restriktiven gesellschaftlichen Realität gegenübersehen, eine Menge erzählerisches Potential. Die Rebellion der Jungen ist nicht nur eine Reaktion auf das Versagen der Älteren und den Untergang der Zivilisation sondern ebenso eine fortlaufende Kritik daran, dass die Eltern eben auch der Zukunft nicht gewachsen sind. Scheinbar unhinterfragbar notwendig ist, dass alle sich einreihen und funktionieren. Doch für die Jungen bleibt nur das Gefühl, dass alles nur dem Machterhalt derer dient, die der Katastrophe die ganze Zeit schon nicht gewachsen sind.

Was von Kummant und von Eckartsberg an Figuren aufbieten, um diese Konfliktlinien auszuleuchten und zu beleben, ist großartig und überzeugend gemacht. Die Rollenverteilungen funktionieren für mich perfekt und jede der Figuren ist glaubwürdig. Dass die zeichnerische Umsetzung Maßstäbe gesetzt hat, war ja schon dem Jubel um den ersten Band zu entnehmen. Und zurecht. Ich finde hier an keiner Stelle etwas zu meckern. Es bleibt abzuwarten, ob dieser Stoff nicht doch irgendwann einmal auf die Leinwand kommt oder in ein Serienformat gepackt wird. Zu wünschen wäre es GUNG HO – und seinen Erschaffern.

Kurz und gut: Wer bis jetzt gezögert hat, hat nun keine Ausrede mehr. Lesen, aber sowas von!

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Samstag, 29. Mai 2021

Benjamin von Eckartsberg/ Thomas von Kummant: Gung Ho. Band 5: Die weiße Flut


"Celines Tod hat den Zorn der Jugendlichen entfesselt: Holden und seine Gang haben die Schnauze voll von den Regeln der Erwachsenen! Die Macht von Bagster und Kingsten ist Schnee von gestern. Die wütende Truppe um Holden greift zu den Waffen und stellt ab jetzt ihre eigenen Regeln für Fort Apache auf. Indes finden Zack, Archer und ihre Freunde an außergewöhnlicher Stelle wertvolle Verbündete, um den Frieden zurück in die Siedlung zu bringen. Doch als sie dort eintreffen, hat sich alles verändert.
Kingsten mag die Kontrolle über Fort Apache verloren haben, aber in einem behält sie Recht:
Die weiße Flut kommt…"
(Verlagstext)

Ich möchte weinen vor Freude, dass der nächste Band endlich da ist aber auch vor Trauer, weil es der letzte der Reihe ist. Na gut, vielleicht kreische ich jetzt einfach ein bisschen ... 🤓🥳😅

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Dienstag, 21. April 2020

Benjamin von Eckartsberg/ Thomas von Kummant: GUNG HO, Band 4. Zorn




„GUNG HO ist ein aus dem Chinesischen abgeleiteter Amerikanismus und bedeutet ‚motiviert, engagiert‘ und ‚in Harmonie zusammenarbeiten‘. Mit der Zeit erlangte er verschiedene Bedeutungen, z.B. wurde er im 2. Weltkrieg von den Marines im Pazifik als Kampfschrei verwendet. In unserer Geschichte ist GUNG HO ein Slang-Begriff für ‚hitzköpfig und übermotiviert, ohne Rücksicht auf Verluste‘.“ (Seite 4)

Ein gutes Jahr noch heißt es warten, dann wird planmäßig der Abschlussband der Serie GUNG HO erscheinen. Ich werde dem Erscheinungstermin wieder entgegenfiebern, mich riesig auf die limitierte Vorzugsausgabe freuen – den Band dann behutsam auf meinen Lesestapel legen. Vermutlich werde ich mir wieder fast ein Jahr Zeit lassen, bis ich dann den ersten Band aus dem Regal ziehe, um die Story endlich in Gänze und ohne Unterbrechungen durchzusuchten. Himmel, wie ich mich darauf freue. ;)

Da es bis dahin aber noch ziemlich viel anderen Lesestoff geben wird, will ich gern jetzt schon ein paar Gedanken zu GUNG HO festhalten. Immerhin hat mich diese Serie unglaublich begeistert. Aber warum denn eigentlich?

Worum geht es in der Serie? Ein futuristisches Europa wurde von einer Flut an Bestien aus den Weiten Sibiriens heimgesucht. Die Menschen ziehen sich in wenige befestigte Städte zurück, flüchten vom Land. Außerhalb dieser Städte verbleiben vereinzelte Vorposten, die der Versorgung dienen. Hier leben auch diejenigen, die mit der hierarchischen und militarisierten Gesellschaft in den Städten nicht zurechtkommen oder zurechtkommen wollen.

Zwei Brüder, Teenager, werden quasi in einen dieser Vorposten strafversetzt. Gemeinsam mit ihnen kommen wir beim Lesen in der eigentlich idyllischen Siedlung an. Schnell wird aber klar, dass trotz atemberaubender Natur und atmosphärischer Sonnenuntergänge hier wenig Platz für Idylle und Romantik ist.

In der Siedlung leben Familien mit Kindern, es gibt eine Verwaltung für die aus den Städten gelieferten Materialien und natürlich eine militärische Organisation zur Verteidigung des Vorpostens gegen die Monster.

Die Brüder, altersgerechte Freigeister, kollidieren schnell mit der Leitung der Siedlung und fürs erste auch mit einigen anderen Teenagern. Mit ihnen lernen wir das Gefüge und das Personal kennen. Und schon gibt es die erste Verteidigung gegen einen Überfall der Monster und eskalierende Konflikte.

So ein wenig liegt den Brüdern das Aufrührerische im Blut. Sie sind also bestens geeignet, die Situation in der Siedlung als Katalysatoren in Bewegung zu bringen. Die Jugendlichen werden sich auf eigene Faust aufmachen und gegen das rigide und auch korrupte System revoltieren, in dem sich die Erwachsenen eingerichtet haben. So weit, so gut.

Zahlreiche Verfilmungen der letzten Jahre, The Hunger Games oder Maze Runner …, zeigen, dass dystopische Settings mit jugendlichen Protagonisten gern ein großes Publikum erreichen können. Die Story von GUNG HO schreit auch eigentlich danach, irgendwann auf großer Leinwand erneut erzählt zu werden.

Die Figuren sind vielschichtig dargestellt, entwickeln sich. Es gibt Romanzen, Sex und Schlägereien – gewürzt mit auch mal deftigen Dialogen. Perfekt also. Es das alles sieht auch noch in den Zeichnungen einfach fantastisch aus.

In klar abgegrenzten Paneln erinnern die Bilder mich ein wenig an Videospieloptik. Sie verstecken nicht den Anteil an digitaler Bearbeitung. Es gelingt dem Team aber, dass all das sich sehr organisch, authentisch und modern zugleich darstellt. Es entsteht eine bildliche Ästhetik, die perfekt mit der Story und den Figuren harmoniert.

Wenn ich mich richtig an Interviewschnippsel erinnere, hat das GUNG HO-Team nicht unbedingt vor, aus dem Setting eine Endlosserie werden zu lassen, auch wenn sich in diesem Kosmos sicherlich noch sehr viele Geschichten erzählen ließen. Es soll also, zumindest nach meinem Kenntnisstand, bei den geplanten fünf Bänden bleiben.

Und wenigstens die ersten vier sind in sich rund erzählt. Jeder Band weckt genügend Neugierde auf den nächstens, ohne nur auf Cliffhanger hin konstruiert zu wirken. Mir fällt also gerade so gar nichts zum Meckern ein oder auf.

Kurz und gut: So geht Comic! Eintauchen, wegschmökern und sich famos unterhalten lassen. Lesen!

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Sonntag, 14. Juli 2019

Benjamin von Eckartsberg/ Thomas von Kummant: GUNG HO. Band 4 - Zorn



"Erzähl uns vom Waisenhaus. Wie ist es da?

Wie eine Mischung aus Kaserne und Knast. Über fünfhundert Insassen. Ein Haufen Arschlöcher und ein Haufen Regeln." (Umschlagtext)

OMG - Zwei Jahre warten und endlich ist der vorletzte von fünf Bänden erschienen. Bonzig wie immer musste es auch dieses Mal die teurere Ausgabe sein. Aber sie hat ein Poster ... *kreisch*

Und überhaupt: GUNG HO!!! 😱♥️🤩🍾#fanboymode

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Freitag, 4. August 2017

Thomas von Kummant/ Benjamin von Eckartsberg: Gung Ho. Band 3 Sexy Beast


„GUNG HO ist ein aus dem Chinesischen abgeleiteter Amerikanismus und bedeutet ‚motiviert, engagiert’ und ‚in Harmonie zusammenarbeiten’. Mit der Zeit erlangte er verschiedene Bedeutungen, z.B. wurde er im 2. Weltkrieg von den Marines im Pazifik als Kampfgeschrei verwendet. In unserer Geschichte ist GUNG HO ein Slang-Begriff für ‚hitzköpfig und übermotiviert, ohne Rücksicht auf Verluste’.“ Seite 4)

Die Postapokalypse kommt in GUNG HO ohne Zombies, Atomkrieg, Viren, Terroristen oder Aliens aus. Trotzdem ist von der Zivilisation nicht viel übriggeblieben. Aus Angst von den Reißern, wilden Monstern, die in Horden auftreten und alles niederwalzen, hat sich die Menschheit in wenige Städte sowie einzelne, abgeschiedene Außenposten zurückgezogen.

Die minderjährigen Brüder Archer und Zack, die wie so viele ihre Eltern an die Bestien verloren haben, gerieten immer wieder mit den rigiden Regeln in ihrer Stadt in Konflikt und erhalten eine letzte Bewährungschance in einem der Außenposten.

In malerischer Landschaft gelegen schmiegt sich die Siedlung an einen Hügel, der an einem See liegt. Die Bilder der Siedlung und der Umgebung vermitteln eine traumhafte Idylle, die so idyllisch natürlich nicht ist. Und wie es sich gehört, darf man sich beim Schmökern fragen, was eigentlich schlimmer ist: die Bedrohung durch die Reißer und die damit einhergehenden Beschränkungen oder aber das harte, menschengemachte Regiment in dieser Siedlung.

Im Mittelpunkt stehen also rebellische Jugendliche, die schnell die Korruption hinter den harten Regeln der Erwachsenen entdecken. Das Konzept, in eine abgeschlossene, von äußerer Gewalt bedrohte Gemeinschaft fremde Charaktere zu integrieren, die natürlich alles durcheinanderwirbeln und kräftig für Dynamik in der Story sorgen, geht ganz vorzüglich auf.

Die Geschichte hat Geschwindigkeit, Wendungen und passende Dialoge. Die Figuren bieten Projektionsflächen für Hass und große Sympathie. Die Bilder sind berauschend schön und sorgen für die passende Atmosphäre. Bei mir jedenfalls hat sich das Suchtpotential schon mit Band 1 voll entfaltet und wird durch den aktuellen dritten Band weiter befeuert. Jetzt heißt es wieder gut zwei Jahre durchhalten, bis der nächste erscheint. Fünf Bände sind angekündigt – danach bleibt nur die Hoffnung, dass irgendjemand auf die naheliegende Idee kommt, die Serie zu verfilmen. ^^

Nicht laut genug kann man darauf hinweisen, dass dieses Schmankerl der Extra-Klasse von zwei Münchner Zeichnern angerichtet wird. Da sage also mal einer, es gäbe im dünn besiedelten Comic-Land Deutschland nichts zu entdecken. Danke Thomas, danke Benjamin, danke Cross Cult!

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