„Mumbai, nach einer historischen Wahl. Drei junge Menschen, drei Lebensentwürfe, ein Land im Umbruch: Naren kehrt nach mehreren Jahren an der Wall Street nach Indien zurück, begleitet von Amanda, einer Amerikanerin, die in einem Slum für eine NGO arbeitet. Rohit, Narens Bruder, gerät in den Sog des erstarkenden Hindu-Nationalismus, der das Land zunehmend prägt. Während alle drei versuchen, das neue Indien zu begreifen und ihren Platz darin zu finden, verdichten sich die gesellschaftlichen Spannungen, bis sie sich in einer ekstatischen Festnacht, in der ganz Mumbai auf den Straßen ist, offen Bahn brechen.
‚Die rastlosen Jahre‘ entwirft das vielstimmige Panorama einer Nation auf der Schwelle zu einem neuen Zeitalter und erzählt mit weitem Blick von den Konflikten unserer Gegenwart.“ (Umschlagtext)
#lbm26 und kein Ende der Mitbringselliste? Nee, noch nicht. 😊
Ich kann mich noch gut an mein erstes Buch erinnern, den ich je aus dem #Culturbooks Verlag gelesen habe. Es war ein indonesischer Roman, der mich richtig umgehauen hat. Die Beschreibung dieses Bandes lässt mich auf ein ähnlich eindrückliches Leseerlebnis hoffen. 😊
Was mich sofort kriegt, ist, dass wir so oft vergessen, dass auch andere Teile der Welt in der gleichen Zeit leben wie wir selbst. Und obwohl es dank Digitalisierung und Globalisierung so vieles gibt, was uns verbindet, was sich in unserem Alltag wahrscheinlich ähnelt, schon wir dennoch so weit voneinander entfernt. Wie gut, dass es Literatur gibt und Verlage, die diese Entfernungen zu überbrücken suchen!
„Naren, Amanda und Rohit gehören zu einer Generation, die mit globalen Versprechen aufgewachsen ist – und nun erlebt, wie brüchig sie geworden sind. Freundschaft und Begehren bringen sie einander näher und stellen sie zugleich vor die Frage, wie man leben soll in einer Zeit politischer Polarisierung und moralischer Unsicherheit.
‚Die rastlosen Jahre‘ verwebt diese Lebenswege elegant zu einem dichten gesellschaftlichen Gefüge und zeigt ein Indien unter dem Druck wirtschaftlicher Gegensätze und der wachsenden Anziehungskraft nationalistischer Überzeugungen. Was die Figuren verbindet und trennt, ist zutiefst persönlich – und unauflöslich mit den politischen Kräften ihrer Gegenwart verknüpft.
Der Roman erzählt vom Wunsch nach Zugehörigkeit und von Macht und Entfremdung in einem historischen Moment, in dem demokratische Gewissheiten weltweit ins Wanken geraten.“ (Klappentext)
(Übersetzung: Barbara und Stefan
Weidle)

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