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Donnerstag, 26. Februar 2026

Franzobel: Einsteins Hirn

„Eine frei erfundene wahre Geschichte: Der Pathologe Thomas Harvey stiehlt Einsteins Hirn und behält es sein Leben lang.

Am 18. April 1955 kurz nach Mitternacht stirbt Albert Einstein im Princeton Hospital, New Jersey. Seinem Wunsch entsprechend wird der Körper verbrannt und die Asche an einem unbekannten Ort verstreut. Vorher jedoch hat der Pathologe Thomas Harvey Einsteins Hirn entfernt. Er wird damit zweiundvierzig Jahre lang durch die amerikanische Provinz tingeln …“ (Umschlagtext)

Also einen Roman von Franzobel hab ich schon gelesen und schon recht gefeiert. Grund genug, weiterzuschauen, ob hier ein ähnlich genial anarchistischer Fabulierer am Werk ist, wie zum Beispiel T.C. Boyle. Jaja, ich hasse solche Vergleiche auch, aber ihr braucht ja etwas Futter, gelle. 😉

„Franzobels neuer Roman ist ein hinreißender Trip durch wilde Zeiten und zugleich die Lebensgeschichte eines Mannes, den Einsteins Hirn aus der Bahn wirft.
Am 18. April 1955 kurz nach Mitternacht stirbt Albert Einstein im Princeton Hospital, New Jersey. Seinem Wunsch entsprechend wird der Körper verbrannt und die Asche an einem unbekannten Ort verstreut. Vorher jedoch hat der Pathologe Thomas Harvey Einsteins Hirn entfernt. Er wird damit zweiundvierzig Jahre lang durch die amerikanische Provinz tingeln. Mit Einsteins Hirn erlebt Harvey die Wahl John F. Kennedys zum Präsidenten, die erste Mondlandung, Woodstock und Watergate und das Ende des Vietnamkriegs, und irgendwann beginnt es, mit Harvey zu sprechen.“(Verlagstext)

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Dienstag, 26. Februar 2019

Franzobel: Das Floss der Medusa. Roman nach einer wahren Begebenheit



„Dreimal neun ist Donnerstag, und der 18. Juli des Jahres 1816 war ein herrlicher Donnerstag.“ (Seite 7)

Geschichten, in denen Menschen gezwungen sind, sich ihren eigenen Grenzen zu stellen und weit darüber hinaus zu gehen, sind schon lange ein faszinierender Stoff. Wenn aus dem individuellen Drama auch gleich noch ein soziales wird, weil ganzen Gemeinschaften die zivilisatorische Fassade zerbröckelt, dann kuscheln wir uns als Zuschauer*innen und Leser*innen gleich noch mal so gänsehäutig in den Sessel.

Endzeitszenarien bieten sich für solche Geschichten natürlich unbedingt an. Die Welt, wie wir sie kennen, geht unter oder ist schon längst verschwunden. Was bleibt von all unseren Fortschritten, von unserem aufgeklärten und gesitteten Miteinander, wenn es nur noch ums nackte Überleben geht? Oder braucht es manchmal nicht auch nicht einmal den Tod vor Augen, um uns zurückzuwerfen aufs rein Animalische? Ok ok, so leicht ich hier Gefahr laufe, mich im Kitschig-Pathetischen zu verlieren – so leicht sind wir modernen Menschen in der so sehr zivilisierten Welt offenbar für solche Stoffe empfänglich. Gemessen an der Vielzahl erfolgreicher Serien, Filme, Romane, Comics … - die genau das bedienen. Die Lust, uns als zivilisierte Wesen scheitern zu sehen.

Eine Unterkategorie von derlei Stoffen sind historisch belegte Geschichten, die schon in der Vergangenheit bezeugten, wie wenig es manchmal braucht zum Scheitern.

Eine solche bietet Franzobel dar in diesem, ich sag es gleich mal vorweg und ohne Schwafel, in diesem großartigen Roman. Eben just an diesem 18. Juli 1816 endet vorläufig das zweiwöchige Martyrium von 15 Menschen. Sie trieben auf einem Floss, nackt, kaum mehr als Haut und Knochen, eher tot als lebendig. Nicht alle überlebten ihre Rettung vor der Westküste Afrikas.

Franzobels Schilderung setzt mit der Rettung der Schiffbrüchigen von dem Floss ein, führt aber alsbald und mit erzählerischem Schwung zurück zum Aufbruch der Medusa (noch als ganzes und heiles Schiff) aus ihrem französischen Heimathafen. Das Ziel der kleinen Flottille, die von der Medusa angeführt wird, ist Afrika. Keine aufregende Reise eigentlich. Eigentlich!

So ein Schiff als abgeschlossener Raum, aus dem es auf dem Meer auch kein Entrinnen gibt, ist natürlich ein Laboratorium, dass sich Schriftsteller*innen kaum besser ausdenken können. Und so gibt die Besatzung genau die Mischung her, die eine richtige Katastrophe braucht. Zum eitlen und entscheidungsschwachen Kapitän gesellt sich ein inkompetenter aber eloquenter, hochstapelnder Berater. Zwischen Ego, Ehrgeiz und Gehorsam hin und her gerissene Offiziere stehen einer Mannschaft vor, die aus raubeinigen Gesellen besteht, Ganoven auch. Auch nervige und nervende Passagiere dürfen nicht fehlen, wie der künftige aber ignorante Gouverneur der anzusteuernden Kolonie nebst hysterisch-hohler Gattin, überforderte Viel-Kinder-Familien, ein unheimlich emotionsloser Schiffsarzt, monströses Küchenpersonal – ach, alles ist beisammen.

Ich will gar nicht zu viel verraten, vielleicht nur das Offensichtliche: Die Medusa sinkt. Und 147 Menschen finden keinen Platz mehr auf den zu wenigen Rettungsboten und werden auf einem Floss zurückgelassen. Was sich auf dem Floss in 13 Tagen abspielt und dafür sorgt, dass gerade noch 15 zum Retten übrigbleiben, ist ebenso grausam-guselig-spannend wie die Rettung der Glücklichen aus den Booten.

Und Franzobel tut wirklich alles dafür, dass ich wenigstens nicht anders konnte als mit nachdenklichem Gesicht aber eben doch fasziniert diesem hypnotisierenden Trauer- und Schauerspiel zuzuschauen. Am Ende bin ich gar nicht sicher, ob das Überleben wirklich ein Geschenk für diejenigen war, die es zurück an Land schafften.

Ein Geschenk ist aber für meinen Geschmack dieser grandios erzählte Roman. Franzobel schafft es, genau die richtige Distanz zu wahren, die Ironie, Sarkasmus auch, aber eben auch unbedingt Empathie ermöglicht. Sensationsgier kommt da nicht auf.

Kurz und gut: Mein erster Franzobel lässt mich begeistert zurück. Von dem will ich mehr lesen!

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Freitag, 17. November 2017

Franzobel: Picus. Eine Strandnovelle



"'Ich bin gekommen, Ihnen mitzuteilen, dass die ungelegenste Stunde angebrochen ist, Es soweit ist. Ihre Frist ist aufgelesen, abgelaufen. In dieser Angelegenheit bin ich gekommen. Ungelegen, aber ich bin da. Ich bin Ihr Tod.'
'Ach du Scheiße', fluchte ich. 'Aber ich habe doch schon gesagt, ich kaufe nichts.'" (Umschlagtext)

Frühmogendliches Idyll: Literatur an Katze!

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Mittwoch, 5. April 2017

Franzobel: Das Floss der Medusa



Es ist eindeutig an der Zeit, die neuen #indiebooksim Haus vorzustellen. ^^

"Zwei Fässer Wein, drei Fässer Wasser, ein Sack Zwieback für 147 Menschen auf einem manövrierunfähigen Floß im Ozean." (Umschlagtext)

Cover plus Beschreibung und schon hat es mich. Herzlich willkommen #franzobel!

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Samstag, 18. März 2017

Indiebookday 2017



Mit großem Hallo begrüße ich zum #indiebookday diese beiden Neuzugänge. ;)

Danke, Disko - Buchhandlung ;)

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